Neoplan Cityliner Spirit Edition: Silberstreif am Bushorizont
| Zum 75. Geburtstag von Neoplan hat MAN eine interessante Sonderedition des Cityliners in gehobener Ausstattung und einheitlichem Erscheinungsbild aufgelegt. Wir fuhren den Zweiachser.
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Wahrhaft bewegende Zeiten einer Marke, die viel im Omnibusbau bewegte, feiert MAN in diesen Tagen. Begonnen hat alles vor 75 Jahren in der Stuttgarter Karosseriebauwerkstatt von Gottlieb Auwärter jr. Geprägt hat den Namen 1953 sein erster selbsttragender Bus, das „Neue Personenbeförderungsmittel“, kurz Neoplan. Weltgeltung verliehen hat dem Unternehmen vor allem in der Ägide von Gottliebs Sohn Albrecht Errungenschaften wie der Typ „Hamburg“, der als erster moderner Reisebus gilt, die Vorfeldbusse, Skyliner, Cityliner, und Spaceliner, später noch der Starliner. Angekommen ist Neoplan 2001, in den Armen der neuen starken Mutter MAN. Neoplan hat über Jahrzehnte Trends im Busbau gesetzt – hatte aber auch den Ruf des „schlampigen Genies“: geniale Erfindungen und Designs auf der einen Seite, wartungsanfällige Technik auf der anderen. Unter der Führung von MAN lässt sich beobachten, dass letzteres Defizit mehr und mehr ausgeräumt wird. Allerdings ging und geht dabei anscheinend auch Flair und Charisma der Marke verloren, wie die Absatzzahlen zeigen (siehe Busmagazin 5/2010, S. 15): Verkaufte Neoplan kurz vor dem Zusammenschluss noch fast 2000 Busse, so sind es heute dramatisch weniger. In Westeuropa kam die Marke 2009 auf nur noch 443 ausgelieferte Einheiten bzw. 1,7 % Marktanteil, 2007 waren es noch 825 Fahrzeuge (3,1 %). In Deutschland spielt Neoplan nur noch im Reisebussegment (11,3 %) eine nennenswerte Rolle. Höchste Zeit also, die Traditionsmarke kräftig aufzupolieren und an alte Glanzzeiten anzuknüpfen. Den Anfang machten die Münchner im vergangenen Jahr mit der exklusiven Ausstattungslinie „Neoplan individual“ (siehe Busmagazin 9/2009, S. 4), im Jubiläumsjahr 2010 legen sie noch einmal nach mit dem Cityliner-Sondermodell „Spirit Edition“. |
Klein- und Midibusse/Setra S 411 HD: Mit Setras Kurzem in die Schweizer Berge
| Mit 10,2 m ist der S 411 HD der kürzeste Vertreter von Setras TopClass. Auf anspruchsvoller Strecke mit Grimsel- und Furkapass testeten wir zwei Fahrzeuge auf Herz und Nieren in der Schweizer Bergwelt.
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Hinter jedem Felsvorsprung, hinter jeder Kehre „lauert“ das Ausweichmanöver: Wer seinen Bus vom 2431 m hoch gelegenen Furkapass talwärts ins 1000 m tiefer gelegene Andermatt im Kanton Uri steuert, der muss endlose 21 km lang auf schmaler Piste, begrenzt von kleinen, wenig vertrauensvoll erscheinenden Randsteinen, auf der Hut sein. Denn die grandiose Strecke ist äußerst beliebt – Pkw, Motorräder und Rennradfahrer sind hier zu Hunderten unterwegs, ja selbst ein gutes Dutzend historischer Traktoren kam uns einmal entgegen. Und nicht zu vergessen: jede Menge Reisebusse, die ihre Insassen zum Rhônegletscher, zum geschichtsträchtigen, 1882 eröffneten Hotel Belvédère unterhalb der Passhöhe, weiter zum Grimselpass mit den nahen Stausseen oder zur Gelmerbahn, der steilsten Standseilbahn Europas, bringen. Wohl dem, der hier einen wendigen Untersatz sein Eigen nennen kann. Ein solcher ist der S 411 HD, Setras Midi mit einem Wendekreis von nur 17,36 m, der jede der unzähligen 180°-Kehren auf unserer Schweizer Pässefahrt spielend nimmt und in praktisch jede Notfallbucht passt. So ist unsere Tour unter tiefblauem Himmel und gleißender Sonneneinstrahlung zwar immer noch fordernd, aber nicht unentspannt. Hin und wieder bleibt sogar ein Blick auf die überwältigende Bergwelt mit Drei- und Viertausendern.
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Messe/Bilanz und Ausblick: Zurück in der Erfolgsspur
| Krisenjahr 2009 ad acta gelegt, Aschewolke und deren Folgen weitestgehend bewältigt, Fußball-WM mit zeitweiligem Traumfußball (Deutschland) und Grottenkicks (Frankreich, England, Italien) überstanden – jetzt kann sich die Reisebranche wieder voll auf 2010 und 2011 konzentrieren. Und die Zeichen stehen gut, dass die Tourismuswirtschaft zurück in die Erfolgsspur kommt – sofern sie diese, siehe das Beispiel Deutschland, überhaupt verlassen hat.
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Die positiven Vorzeichen zu Anfang des Jahres hatte die Welttourismusorganisation (UNWTO) zu einer Prognose von 3 bis 4 % Zuwachs für 2010 bei den Ankünften weltweit veranlasst. Dabei sollten Asien und Afrika die Motoren für den Aufschwung werden, während Amerika und Europa lediglich ein moderates Wachstum in Aussicht gestellt wurde. Dann kam die Aschewolke und damit zumindest ein Dämpfer in der Erwartungshaltung, den Rückgang der internationalen Ankünfte im 2009 um 4 % weltweit und sogar 6 % in Europa schnell wieder zu korrigieren. Doch wenn man sich die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für die Gästeübernachtungen von Januar bis April 2010 innerhalb Deutschlands vergegenwärtigt, so scheint auch der isländische Vulkan nur ein kurzes Störfeuer auf dem Weg der Besserung gewesen zu sein. Januar +2 %, Februar +2 %, März +6 %, April +3 % – so lautet die „Viererkette“, die sich in absoluten Zahlen ausgedrückt noch besser liest: Von Januar mit 19,2 Mio. Übernachtungen, über Februar (21,1 Mio.) und März (24,5 Mio.) bis zum April mit 28,7 Mio. Übernachtungen ging es stetig bergauf. Ein wesentlicher Faktor dabei war das wieder wachsende Interesse am Reiseland Deutschland im Ausland. Und das nachdem 2009 mit 54,9 Mio. Übernachtungen ausländischer Gäste zum ersten Mal seit sechs Jahren ein Rückgang (–3 %) verzeichnet wurde. Internationale Übernachtungsgäste sorgten nach Angaben des Statischen Bundesamtes von Januar (+3 %), Februar (+6 %), März (+8 %) bis April (+10 %) für noch bessere Zuwachsraten als die einheimischen Übernachtungsgäste. Eine entscheidende Rolle in dieser Entwicklung spielte wohl die Wiederbelebung des Geschäftsreisemarktes und die im Vergleich zum Vorjahr wesentlich bessere allgemeine Wirtschaftslage. |
Polen/ReiseInsider: Auf den Geschmack gekommen
| Pierogi & Co. sei dank: Die polnische Küche ist zwar nicht so bekannt wie die französische oder chinesische, findet aber immer mehr Anhänger. Eine Schlemmerreise durch das Nachbarland lohnt.
| Wenn man Kirsten Wolff fragt, was sie mit dem Thema „Essen und Trinken in Polen“ verbindet, muss sie lächeln: „Im Bekanntenkreis gelten die Berichte unserer Polenreisen als Anekdoten“, erzählt die Geschäftsführerin von Wolff Ostreisen. „Wir stehen häufig vor der schwierigen Aufgabe, bei Flugreisen kulinarische Geschenke von Freunden und Geschäftspartnern durch den Zoll oder einfach nur ohne Auslaufen nach Hause zu bringen. Im Gepäck haben wir manchmal ganze gepökelte Spanferkel, eingelegte Salzgurken oder die gegorene Flüssigkeit für einen Original-Zurek. Da gab es schon viele kleine „Unfälle“, beschmutzte Gepäckstücke und unangenehme Fragen des Zolls.“ |
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