Asphaltstraßenbau

Erhalten statt Erneuern

Asphaltdeckschichten sind während ihrer Nutzungsdauer vielfältigen Belastungen ausgesetzt. UV-Strahlung, Wasser, Sauerstoff, Temperaturwechsel und Verkehrsbeanspruchung führen zu einer fortschreitenden Alterung des Asphaltbindemittels. Versprödung, Mikrorisse und Kornausbrüche können die Folge sein. Diese Prozesse beginnen lange, bevor größere Schäden sichtbar werden. Präventive Erhaltungsmaßnahmen kommen deshalb früher zum Einsatz und können dazu beitragen, vorhandene Asphaltflächen länger zu nutzen und kostenintensive Erneuerungen hinauszuzögern.

Hier setzt die von STM entwickelte, lösemittelfreie Asphaltkonservierung Pro-Bit an. Diese dringt in die Asphaltmatrix ein und wirkt dem Austritt flüchtiger Maltene entgegen. Gleichzeitig wird das Eindringen von Wasser reduziert. Mikrorisse und kleine Hohlräume werden verschlossen, während die Oberfläche vor Oxidation und UV-Strahlung geschützt wird. Dadurch wird die Asphaltdeckschicht gegenüber Witterungseinflüssen und mechanischer Beanspruchung widerstandsfähiger. Ziel ist es, den Alterungsprozess zu verlangsamen und die vorhandene Substanz möglichst lange funktionsfähig zu halten.

Entwickelt wurde Pro-Bit insbesondere für hochbelastete offenporige Asphaltdeckschichten (OPA). Gerade bei diesen Belägen ist der Erhalt der vorhandenen Struktur und ihrer akustischen Eigenschaften von besonderer Bedeutung. Untersuchungen verschiedener Prüfinstitute bestätigen wesentliche Eigenschaften des Verfahrens: Die Dr. Hutschenreuther GmbH ermittelte eine Affinität von 80 % nach 72 Stunden. Das Straßenbaulabor der Technischen Universität Dresden (StB) stellte fest, dass Pro-Bit keinen Einfluss auf die akustischen Eigenschaften bei OPA-Belägen hat. Untersuchungen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zeigten zudem, dass sich der Kornverlust nach Aufbringung der Asphaltkonservierung halbiert.

Die Asphaltkonservierung ist ideal für hochbelastete Flächen wie Logistikzentren, Flughäfen, Industrie- und Werksgelände sowie Hafen- und Containerterminals. Da bei der Anwendung keine Lösemittel zum Einsatz kommen, ist diese geruchsarm und kann unter geeigneten Bedingungen ohne Betriebsunterbrechung durchgeführt werden. Damit lässt sich die Konservierung in bestehende Erhaltungsstrategien integrieren, ohne auf eine klassische Deckschichterneuerung angewiesen zu sein.

Der Ansatz ist grundsätzlich präventiv und nicht als Ersatz für notwendige Sanierungs- oder Erneuerungsmaßnahmen gedacht. Er setzt dort an, wo die vorhandene Asphaltdeckschicht noch erhaltungsfähig ist. Wird eine Erneuerung hinausgezögert, können unter geeigneten Voraussetzungen der Bedarf an Primärrohstoffen wie Bitumen und Gesteinskörnungen sowie die mit Ausbau, Transport und Einbau verbundenen Aufwände und Emissionen reduziert werden. Gleichzeitig bleibt die vorhandene Infrastruktur länger nutzbar. Damit ist Asphaltkonservierung ein Baustein moderner Straßenerhaltung.

Weitere Informationen
Süddeutsche Teerindustrie GmbH & Co. KG
D-76316 Malsch
www.stm-malsch.de