Asphaltstraßenbau + Betonstraßenbau

Flexibilität und Präzision für die richtige Materialgröße

Die Einhaltung der vorgegebenen Materialgröße ist ein entscheidender Faktor für effiziente Arbeitsprozesse beim Tagebau. Mit dem Vario Impact Sizer (VIS) bietet Wirtgen ein System, das in puncto Flexibilität, Präzision und Anpassungsfähigkeit herausragende Ergebnisse liefert. Mit seiner Hilfe können Maschinenbediener auch bei wechselnden Betriebsbedingungen die maximale Partikelgröße und die Partikelgrößenverteilung verlässlich steuern. Das System wurde in der Praxis ausgiebig getestet, insbesondere im Kohle- und Bauxitabbau, und hat sich bewährt.

Mit spezifischen Einstellungen zur gewünschten maximalen Partikelgröße
Das Herzstück des VIS ist ein geteiltes Prallblech, das direkt am Schneidwalzengehäuse montiert ist. Dieses Blech ist mit zwei wichtigen Verstellmechanismen ausgestattet, die eine präzise Kontrolle des Materials ermöglichen, das durch das System geleitet wird. Der variabel einstellbare Spalt zwischen der Platte und der Schneidwalze ist der erste Verstellmechanismus: Dieser Spalt lässt sich in fünf Stufen einstellen, um den Grad der zusätzlichen Zerkleinerung zu steuern und damit die Partikelgröße zu verändern. Mit einem kleineren Spalt wird eine stärkere Zerkleinerung und somit ein feineres Material erreicht, während bei einem größeren Spalt ein gröberes Material erzeugt wird. Die Verstellung erfolgt durch einfaches Vergrößern oder Verkleinern des Spalts und das Arretieren der Platte mit Stiften, was etwa 10 Minuten dauert. Der zweite Verstellmechanismus betrifft die Löcher im Abstreifer. Je nach den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Vorgangs können sie in vier verschiedenen Einstellungen mithilfe von Abdeckungen geöffnet oder geschlossen werden. Diese beiden Mechanismen ergänzen die grundlegenden Verstellmöglichkeiten des Surface Miners, wie bspw. die Vorschubgeschwindigkeit der Maschine, die Schneidwalzendrehzahl und die Schnitttiefe. In Kombination mit dem VIS wird dadurch eine äußerst präzise Steuerung der maximalen Partikelgröße erzielt. 

Bild 2: Das Herzstück des Vario Impact Sizer ist ein geteiltes Prallblech, das direkt am Schneidwalzengehäuse montiert ist

Ein langlebiges und stabiles System
Maschinen, die in Cut-to-Ground- oder Windrow-Verfahren eingesetzt werden, produzieren häufig Material, dessen Partikelgröße die vorgeschriebene Obergrenze überschreitet. Der VIS ist darauf ausgelegt, genau diese Anforderung zu erfüllen, da dieser die maximale Partikelgröße beeinflusst und begrenzt. Feineres Material passiert das Sieb und wird aus dem Brechprozess genommen, während gröberes Material so lange weiter zerkleinert wird, bis es ebenfalls das Sieb passieren kann. Dieses System hat sich sowohl beim Abbau von Kohle als auch von Bauxit bewährt und bietet eine zuverlässige Steuerung der Materialgröße des Endprodukts. So wird sichergestellt, dass es den geforderten Spezifikationen entspricht. Einer der Vorteile des Systems ist seine nahtlose Integration in die Maschine. Es ist direkt am Schneidwalzengehäuse montiert und fügt sich nahtlos in den Materialverarbeitungsprozess ein. Darüber hinaus ist das System extrem anpassungsfähig. Dank der variablen Einstellungen können verschiedene Gesteinsarten zuverlässig zerkleinert werden. Das System ist besonders für sprödes und poröses Gestein wie Kohle, Bauxit oder Kreide geeignet. Dank seiner robusten Bauweise kann es den rauen Bedingungen im Bergbau standhalten und erfüllt auch bei hohen Durchsatzraten die Anforderungen an Langlebigkeit und Stabilität.

Feinsteuerung über die Maschinen- und VIS-Einstellungen
Der VIS ist für den Surface Miner 220 SM(i) 3.8 verfügbar. Die Partikelgrößensteuerung erfolgt durch die Interaktion der Standard-Maschineneinstellungen und der VIS-Einstellungen. Zu den Standardeinstellungen der Maschine gehört eine Vorschubgeschwindigkeit von 0 bis 84 m/min. Auch die Schneidwalzendrehzahl ist verstellbar und bietet sechs integrierte Standardeinstellungen. Als Schnitttiefe kann ein Wert zwischen 0 und 350 mm gewählt werden. Der VIS bietet fünf verschiedene Einstellungen für den Prallblechspalt, die von 22 mm bis zur vollständigen Öffnung reichen, sowie vier Einstellungen für die Öffnung der Abdeckplatte – von vollständig geschlossen bis vollständig geöffnet. Dieses große Spektrum an Kombinationen bietet fast unbegrenzte Möglichkeiten zur Beeinflussung der maximalen Partikelgröße und der Partikelgrößenverteilung. 

In der Praxis ist jedoch deutlich bemerkbar, dass die Einstellungen sorgfältig an die Anforderungen angepasst werden müssen, da die Produktionsleistung bei zusätzlicher Zerkleinerung sinkt. 

Bild 3: Nur für Demonstrationszwecke: Das Blech links ist geöffnet, das rechte ist geschlossen

Vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für Maschinenbediener
Maschinenbedienern wird ein Werkzeug an die Hand gegeben, das ihnen eine außergewöhnlich präzise Steuerung der maximalen Partikelgröße ermöglicht. Die Systemeinstellungen wirken sich unmittelbar auf wichtige Leistungsparameter aus: Partikelgrößenverteilung, Produktionsleistung, Kraftstoffverbrauch, Werkzeugverschleiß sowie die Belastung von Bauteilen und Komponenten. Durch eine gezielte Anpassung der Konfiguration kann das Bedienpersonal stets ein optimales Gleichgewicht zwischen Materialanforderungen, Prozessstabilität und Gesamtwirtschaftlichkeit herstellen. Der VIS unterstreicht somit seine Rolle als effektives Werkzeug für eine effiziente Steuerung der Materialgröße im modernen Tagebau.

Weitere Informationen
WIRTGEN GROUP
D-53578 Windhagen
www.wirtgen-group.com