Brücken- und Infrastrukturbau

Fertigstellung des ersten neuen Teilbauwerks der Rheinbrücke bei Leverkusen

Am Abend des 19. Januar 2024 wurde die bisherige Autobahnbrücke über den Rhein zwischen Leverkusen und Köln-Merkenich für den Verkehr vollgesperrt und im Zuge dessen ist die A 1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen und Köln-Nord in beide Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Zusätzlich kann die A 59 zwischen dem Autobahndreieck Monheim-Süd und der Zufahrt an der Leverkusener Rheinallee in beide Richtungen nicht genutzt werden. Bis zum 4. Februar finden umfangreiche und vielfältige Arbeiten zum Anschluss des Nordteils der neuen Leverkusener Brücke an das bestehende Autobahnnetz statt. Das erste neue Bauwerk der Leverkusener Rheinbrücke ist fertig. Die Arbeiten am Bauwerk selbst konnten bereits Ende 2023 abgeschlossen werden.

Während der 16-tägigen Vollsperrung sind bis zu 15 verschiedene Gewerke gleichzeitig rund um das Bauwerk im Einsatz. Das Gros dieser Arbeiten findet mit großem Maschineneinsatz auf engstem Raum an den Zufahrten zur Brücke statt. Es werden alle fünf Lkw-Sperranlagen (Hauptfahrbahn A 1 in Richtung Dortmund, Hauptfahrbahn A 1 in Richtung Koblenz, Parallelfahrbahn der A 1 in der Anschlussstelle Köln-Niehl in Richtung Dortmund, Industriestraße vor der Anschlussstelle Köln-Niehl in Richtung Dortmund sowie auf der A 59 im Kreuz Leverkusen-West in Richtung Koblenz) abgebaut. Alle wiederverwendbaren Elemente werden von der Firma, die die Anlagen ab Herbst 2016 aufgebaut und betreut hatte, eingelagert.

In diesen Bereichen sowie dort, wo das neue Bauwerk an die A 1 angeschlossen wird, finden umfangreiche Asphaltarbeiten statt. Im Zuge der Vollsperrung der A 1 und A 59 werden auch weitere Arbeiten erledigt, die innerhalb der engen Baustellenverkehrsführung und unter fließendem Verkehr kaum möglich sind. Gleichzeitig wird die Sperrung genutzt, um die Fahrbahndecke im Zulauf auf die Brücke unter anderem auf der Hochstraße B (auch als „Stelze“ bekannt) zu erneuern. Hier werden auch die nicht mehr benötigten Lampenmasten im Mittelstreifen entfernt. Alte Schilderbrücken und deren Fundamente werden zurückgebaut, eine komplett neue Beschilderung wird aufgebaut.

Abschließend erfolgt die neue kilometerlange, komplette Markierung des neuen Abschnitts der A 1. Arbeiten, welche nur bei trockenem Wetter und geeigneten Temperaturen durchgeführt werden können.

Nach Ende der Vollsperrung können alle Verkehrsteilnehmer, einschließlich Lkw, die neue Rheinbrücke befahren. Es wird, da noch Baustellenbereich, eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h gelten.

Der Rückbau der alten Leverkusener Rheinbrücke startet kurz nach der Verkehrsfreigabe. Der Rückbau der Strombrücke sowie der Abriss der linksrheinischen Vorlandbrücke dauern etwa ein Jahr, sodass mit dem Neubau des zweiten Teilbauwerks der neuen Leverkusener Brücke voraussichtlich im Frühjahr 2025 begonnen werden kann.

Frank G. Buchhold