Brücken- und Infrastrukturbau

Feierliche Einweihung der neuen A-1-Autobahnbrücke über den Rhein

Über 500 Arbeiter waren während der 16-tägigen Vollsperrung von A 1 und A 59 bei Leverkusen bis zuletzt im vollen Einsatz. Am Sonntag, den 4. Februar 2024, war es dann endlich soweit. Das erste Teilbauwerk der neuen Rheinbrücke Leverkusen wurde für den Verkehr freigegeben.

Zu der von Thomas Ganz, Direktor der Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH, eröffneten Feierstunde gehörten ganz besondere Gäste: Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr; Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen; Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes; Oliver Krischer Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen; Dr.-Ing. Stephan Krause, Ministerialdirektor im Bundesverkehrsministerium; Karl Lauterbach, Bundesminister für Gesundheit (und Leverkusener Bundestagsabgeordneter); Uwe Richrath, Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen; Nicole Ritterbusch, Leiterin des Geschäftsbereichs Rheinbrücken der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland.

„Die Fertigstellung des ersten Teils der Rheinbrücke ist ein wichtiger Meilenstein für eine funktionierende und belastbare Verkehrsinfrastruktur im Rheinland. Mit der Freigabe werden sich die Verkehrsflüsse in der gesamten Region spürbar verbessern. Das bringt lang ersehnte Entlastung für viele Pendlerinnen und Pendler und für die gesamte Wirtschaftsregion Rheinland. Jetzt gilt es, auch den Bau des zweiten Brückenteils zügig voranzutreiben.“
Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

„Die Modernisierung der Brücken hat für die Autobahn GmbH des Bundes oberste Priorität. Deshalb freue ich mich, dass der Verkehr endlich wieder über die Rheinbrücke Leverkusen rollen kann. Denn diese Brücke ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt für die gesamte Region und weit darüber hinaus. Die Freigabe heute zeigt, dass wir den Erhalt und Ausbau der Autobahninfrastruktur vorantreiben.“
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes

Nach den Ansprachen und dem symbolischen Scherenschnitt erfolgte die Sonderfahrt einer „Ente“ über die neue Rheinbrücke, als erstem Verlosungspreis einer Kölner Tageszeitung. Gleichzeitig wurden auf den Strecken noch Aufgaben zur Verkehrsfreigabe durchgeführt, die sukzessive ab 15:00 Uhr in den verschiedenen Richtungsfahrbahnen und Rampen erfolgte. Nach 10 Jahren Sperrung können nun auch wieder Lkw über 3,5 t die Rheinquerung nutzen. Dies wird verkehrliche Erleichterungen für den gesamten Großraum Köln bedeuten. Die A 1 ist hier zudem eine wichtige Verbindung von europäischer Bedeutung.

Bis zur Fertigstellung des zweiten neuen Brückenteilbauwerks stehen dem Verkehr in beiden Fahrtrichtungen jeweils drei eingeengte Fahrspuren zur Verfügung. Es gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 80 km/h. Zudem steht ein neuer 3,25 m breiter Fuß- und Radweg zur Verfügung.

Das Bestandsbauwerk – der Strom- und Vorlandbrücke inklusive aller Pfeiler – befindet sich bereits im Rückbau, welcher rund ein Jahr dauert, sodass mit dem Neubau des zweiten Teilbauwerks der neuen Leverkusener Brücke voraussichtlich im Frühjahr 2025 begonnen werden kann. Die Gesamtmaßnahme soll Ende 2027 abgeschlossen sein.

Frank G. Buchhold