Brücken und Infrastrukturbau

Brückensprengungen an der A 45


Während in Rahmede noch die Sprengvorbereitungen laufen, haben Michael Schneider und sein Team an anderer Stelle bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Ein langer Fanfarenton, dann zwei kurze. Fünf Minuten später kippt der Betonkoloss zur Seite weg und fällt auf das vorbereitete Fallbett. Der merklichen Anspannung folgt nun die Erleichterung. Alles lief wie gewünscht bei der heutigen Sprengung des zweiten Teilbauwerks der Talbrücke Eisern an der A 45 bei Siegen.

Wichtiger Schritt für den Neubau
In den folgenden Stunden begutachten nun die Bauwerksprüfer und Statiker das bereits neu gebaute Teilbauwerk in Fahrtrichtung Dortmund und stellen sicher, dass es während der Sprengung keinen Schaden genommen hat. Erschütterungsmessgeräte werden ausgewertet und die Brücke bis ins Detail unter die Lupe genommen. Um kurz vor 14 Uhr gibt es die erwartete gute Nachricht: Alles ist unkritisch, das neue Bauwerk hat keinen Schaden genommen. Und so kann die A 45 um 14 Uhr wieder, wie geplant, freigegeben werden.

„Die gelungene Sprengung ist ein wichtiger Meilenstein für den Ersatzneubau der Talbrücke Eisern. Nach den Aufräumarbeiten starten wir schnellstmöglich mit dem Neubau des zweiten Teilbauwerks. Der Brückenneubau hat bei der Autobahn Westfalen derzeit absolute Priorität und wir hoffen, dass Ende 2024 der Verkehr wieder uneingeschränkt über die drei A-45-Talbrücken Rinsdorf, Rälsbach und Eisern fließen kann.“
Elfriede Sauerwein-Braksiek, Direktorin der Autobahn Westfalen

So geht es nun weiter
Ab morgen wird damit begonnen, die rund 14.500 t Abbruchmaterial abzufahren. Die Materialen werden getrennt und wieder verwertet. So wird bspw. der Beton zu Schotter verarbeitet und auf anderen Baustellen genutzt. Die Arbeiten unter der Brücke dauern bis Ende Mai. Danach starten die Vorbereitungen für den Neubau.

Weitere Informationen
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung Westfalen
D- 59065 Hamm
www.autobahn.de/westfalen