Brücken- und Infrastrukturbau

DEGES leistet Pionierarbeit im Brückenrückbau

Der Rückbau der alten A-40-Rheinbrücke Duisburg-Neuenkamp markiert ein wegweisendes Projekt in Deutschland, das als Vorbild für den Abbruch ähnlicher Schrägseilbrücken dienen kann. Die sorgfältige Planung und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Nachunternehmern trugen maßgeblich zum Erfolg des Vorhabens bei.

Der Rückbauprozess begann mit der Demontage von Geländern und Leitplanken, gefolgt von der Entfernung von Stabilisierungsverbindungen und der Abtrennung der Pylonhüte. Zur Vorbereitung auf den Einsatz schwerer Abbaukräne wurden neue Pylonhüte installiert und Stahlverstrebungen mit einem Gewicht von 1.400 t eingebaut. Die Kragarme wurden anschließend abschnittsweise zurückgebaut, hierbei kam ein thermisches Verfahren zum Einsatz, um die Brücke in der Mitte zu trennen. Die Hohlkästen wurden dabei in Segmente zerlegt, ausgehoben und abtransportiert, dabei fielen insgesamt etwa 3.500 t Altasphalt an. Bei dessen Entfernung wurden unerwartet Schadstoffe entdeckt, wodurch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen notwendig wurden.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Rückbau der Schrägseile, die mechanisch entspannt und vom Tragwerk getrennt wurden. Anschließend erfolgte die Demontage der Pylone unter Einbeziehung der Seilreste. Der Rückbau der Vorlandbrücken startete von den Widerlagern aus. Die alten Widerlager wurden abgetragen, um Platz für die Vormontage des nördlichen Ersatzneubaus zu schaffen.

Großes Augenmerk wurde auf die Materialverwertung gelegt: Etwa 9.500 t Stahl und 5.500 m³ Beton werden dem Recycling zugeführt. Parallel zum Rückbau hat auf den Vormontageflächen bereits der Zusammenbau der ersten Brückensegmente für den Bau des zweiten nördlichen Teilbauwerks begonnen. Die Bohrpfahlarbeiten für die neue Brücke sind ebenfalls angelaufen und vorproduzierte Stahlsegmente werden zu den Vormontageplätzen transportiert.

 

Weitere Informationen
DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH
D-10117 Berlin
www.deges.de