Brücken- und Infrastrukturbau
Der 6. Deutsche Tunnelkongress findet am 14. und 15. Mai in Düsseldorf statt. Im Vorfeld der wichtigen Branchenveranstaltung sprach Straße und Verkehr heute mit Lutz Breitbarth, Geschäftsführer der QSG Verkehrstechnik GmbH und Teil des Organisationsteams des 6. Deutschen Tunnelkongresses.
Was erwartet den Teilnehmer und an wen richtet sich der Kongress?
Breitbarth: Zum 6. Deutschen Tunnelkongress im Clayton Hotel in Düsseldorf erwarten wir etwa 250 Fachbesucher aus den Bereichen Ministerien, Behörden, Verwaltung, Planung, Industrie und wissenschaftliche Einrichtungen.
Die besondere Tragweite und Beachtung der Veranstaltung für die Belange der Verkehrstelematik und der Infrastruktur in Straßentunneln wird durch den erwarteten Besuch von Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrichen.
Minister Krischer wird nach dem Rundgang durch die begleitende Fachausstellung den Einführungsvortrag „Herausforderungen bei der nordrhein-westfälischen Sanierungsoffensive für Straßen, Brücken und Tunnel“ halten und anschließend für Fragen des Fachpublikums zur Verfügung stehen.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren wir den neuesten Stand der Entwicklung auf dem Gebiet der Verkehrstechnik, der Betriebstechnik und der Sicherheit in Straßentunneln. Die Teilnehmer erwartet eine Mischung aus innovativen Themen im Bereich KI-unterstützte Lösungen in der Ereignisdetektion in Tunneln und die Einbindung von C2X-Daten zur Verbesserung der Tunnelsicherheit. Interessant finde ich persönlich auch das Thema „Flucht- und Evakuierungsverhalten von Tunnelnutzern bei Brandereignissen in Straßentunneln“ von Prof. Dr. Oeser, Präsident der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt).
Wir freuen uns auf ein internationales Publikum und auf Aussteller aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Türkei.
Wie ist die Veranstaltung denn thematisch aufgebaut?
Breitbarth: Die wesentlichen Themenbereiche des ersten Konferenztags sind: Digitalisierung, Tunnelplanung, Tunnelsicherheit, IT-Sicherheit der Kritischen Infrastruktur (KRITIS), Tunnelbetriebstechnik und Tunnelzentralen.
Am zweiten Konferenztag werden realisierte Tunnelprojekte vorgestellt. Hier erhalten wir Einblicke und eine Vorausschau in der praktischen Umsetzung zur Erweiterung und zum Erhalt der Tunnelinfrastruktur in Deutschland und dem benachbarten Ausland.
Zuletzt hatten Sie auch eine Exkursion im Programm. Was planen Sie in diesem Jahr?
Breitbarth: Das Vortragsprogramm des Tunnelkongresses endet am zweiten Konferenztag mit der Mittagspause und der Möglichkeit nochmals die Ausstellung zu besuchen und Fachgespräche mit Vertretern der ausstellenden Firmen und Institutionen zu führen. Am Nachmittag haben die Kongressteilnehmer die Möglichkeit, drei der innerstätischen Tunnel in Düsseldorf zu besichtigen und sich durch die Verkehrsexperten der Stadt Düsseldorf über den Betrieb und die Besonderheiten der Tunnelbauwerke und der technischen Lösung in der Einbindung der Tunnelverkehrsanlagen in das gesamte Steuerungskonzept der Stadt Düsseldorf zu informieren.
Im Anschluss an die Befahrung der Tunnelanlagen besteht die Möglichkeit die Verkehrs- und Tunnelleitzentrale der Stadt Düsseldorf zu besichtigen. Die Exkursion bildet dann den Abschluss des Kongresses.
Auf welche Themen freuen Sie sich besonders?
Breitbarth: Natürlich ist für mich der Einführungsvortrag des Ministers ein Highlight der Veranstaltung. Ebenso sind für mich als Praktiker und Verkehrstechniker die Vorstellungen der realisierten Projekte besonders interessant. Auch die Themen im Bereich KI und Kritis werden von mir mit Interesse erwartet. Ich finde, dass wir in diesem Jahr wieder einen außerordentlich interessanten Mix an Themen im Bereich Tunnelsicherheit und Tunnelinfrastruktur erwarten können.
Wird es auch genügend Zeit für den persönlichen Austausch geben? Haben Sie auch eine Abendveranstaltung geplant?
Breitbarth: Der persönliche Austausch ist für jeden Teilnehmer der Veranstaltung der Schlüssel zu einem erfolgreichen Kongress. Schon die Fachausstellung regt zum persönlichen Austausch an. Am Abend des ersten Kongresstags begrüßen wir die Teilnehmer in Dr. Thompson‘s Seifenfabrik – eine Eventlocation im alten Industriecharme mit Loft-Charakter. Erfahrungsgemäß sind die Abendveranstaltungen immer sehr kommunikativ und bilden eine gute Atmosphäre zum ungezwungenen Austausch und zum Resümieren des ersten Kongresstags.
Wir danken Ihnen für Gespräch und freuen uns auf das Wiedersehen in Düsseldorf.
Weitere Informationen
Tunnelkongress GbR
D-44149 Dortmund
www.tunnelkongress2025.de