Brücken- und Infrastrukturbau
Der Neubau der A 45-Talbrücke Rinsdorf im Kreis Siegen-Wittgenstein macht große Fortschritte. Am 4. Juni 2025 wurde das östliche Teilbauwerk in Fahrtrichtung Dortmund inklusive Pfeiler und Fundamenten quer in seine endgültige Lage verschoben. Den Querverschub des Brücken-Teilbauwerks verfolgten Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes, Dirk Brandenburger, ebenso wie Bundestagsabgeordnete und Vertreter von Kreis und Gemeinde. Nach mehr als 20 Stunden erreichte das Bauwerk seine Endposition.
„Der Querverschub der Talbrücke Rinsdorf ist eine ingenieurstechnische Meisterleistung und ein sichtbares Zeichen dafür, dass wir bei der Modernisierung der Autobahnbrücken gut vorankommen. Wir zeigen heute auch, was technisch in Deutschland alles möglich ist, wenn innovative Planung und die Leistungsfähigkeit der Bauindustrie zusammenkommen. Gemeinsam mit der Autobahn GmbH sorgen wir dafür, dass die Bundesfernstraßen zukunftsfähig werden. Das schafft Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Staates und stärkt den Wirtschaftsstandort Deutschland.“
Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr
Man sei bereit, neue Verfahren zu erproben, Risiken sorgfältig abzuwägen und mit wissenschaftlicher Unterstützung zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. Bereits in der Planungsphase seien renommierte Experten aus dem Bauingenieurwesen eingebunden worden, deren fundierte Einschätzungen die Grundlage für die Auswahl des Verfahrens bildeten. Dies zeige Kreativität und Innovation bei der Brückenmodernisierung.
„Ich freue mich, dieses bautechnische Highlight vor Ort miterleben zu können. Um die Erneuerung der beiden A 45-Talbrücken Rinsdorf und Rälsbach erfolgreich bewältigen zu können, braucht es ein perfektes Zusammenspiel von drei wichtigen Faktoren, die wir hier einbringen: Ein eingespieltes Teamwork aller Beteiligten, die hohe Kompetenz im Ingenieur- und Verkehrswegebau und die große Innovationskraft unserer Strabag-Teams.“
Peter Hübner, Vorstandsmitglied der Strabag AG
Das erste Teilbauwerk der neuen Talbrücke Rinsdorf wurde in Seitenlage neben dem bestehenden, einteiligen Ursprungsbauwerk errichtet. Nach dessen Sprengung vor rund drei Jahren erfolgte an gleicher Stelle der Neubau des zweiten Teilbauwerks. Das erste Teilbauwerk mit einer Länge von exakt 485,5 m rückte jetzt ca. 20 m im Schneckentempo nach Südwesten in seine Endposition. Dabei legte es ca. 1 m pro Stunde zurück.
Verschoben wurde die Brücke mithilfe von 24 hydraulischen Verschubpressen – an jedem der sechs Pfeiler vier. Damit sich die tonnenschwere Last bewegen ließ, wurden in den vergangenen Wochen zwischen speziell hergerichteten Verschubbahnen und Fundamentsohle Teflonplatten eingebaut, die als Gleitkissen fungieren. Um den Reibungswiderstand auf ein Mindestmaß zu reduzieren, wurden die Platten mit Spezialfett vorbehandelt. Geschoben wurde in insgesamt 15 Abschnitten. Pro Abschnitt bewegte sich der Koloss 1,40 m vorwärts.
Weitere Informationen
Bundesministerium für Verkehr
D-10115 Berlin
www.bmv.de