Brücken- und Infrastrukturbau
Die Autobahn A 9 wird im Bereich der Landesgrenze Bayern/Thüringen bis zur Anschlussstelle Berg/Bad Steben grundlegend erneuert. Im Zuge dieser Maßnahme wird der sogenannte „Globalpauschalvertrag“ erweitert erprobt. Die Vorarbeiten für das Projekt laufen bereits seit Anfang September. Thomas Pfeifer, Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH, informierte vor Ort über die Innovationen des Projekts und den Baubeginn.
„Die Autobahn GmbH des Bundes testet hier in Oberfranken ein Vergabeverfahren, das uns auch in Zukunft bei der deutschlandweiten Herausforderung der Brückenmodernisierung besonders für kleine und mittlere Brückenbauwerke sowie die damit verbundenen Streckenertüchtigungen voranbringen wird.“
Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister
Ziel des Projekts ist es, die Autobahn auf einer Strecke von 7,3 km in beiden Richtungen zu erneuern. Die Arbeiten umfassen auch die Anschlussstelle Rudolphstein sowie Teilbereiche der Zu- und Abfahrten der Tank- und Rastanlage Frankenwald. Zudem werden drei Brücken, insgesamt sechs Teilbauwerke, erneuert.
„Mit dem sogenannten „Globalpauschalvertrag“ kann der Fokus vor Ort noch intensiver auf die Überwachung der qualitäts- und termingerechten Ausführung des Projekts gerichtet werden. Die Ausführung erfolgt durch einen Generalunternehmer, der alle mit dem Projekt zusammenhängenden Gewerke eigenständig koordiniert und die Umsetzung im Rahmen der vorgegebenen Terminschiene und des im Vorfeld vereinbarten Pauschalpreises flexibel gestalten kann. Bei der Brückenmodernisierung haben wir keine Zeit zu verlieren, weswegen innovative vertragliche Lösungen gefragt sind.“
Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH
Ab September wird die Richtungsfahrbahn Nürnberg verbreitert, um die notwendige Verkehrsführung für die spätere Hauptmaßnahme zu ermöglichen. In den anschließenden Bauphasen werden die Richtungsfahrbahnen Berlin und Nürnberg grunderneuert. Während der Bauarbeiten, die in vier Phasen abgewickelt werden, stehen den Verkehrsteilnehmern immer zwei Fahrspuren in Fahrtrichtung Berlin zur Verfügung. In Fahrtrichtung Nürnberg sind zunächst zwei Fahrspuren verfügbar, ab der Tank- und Rastanlage Frankenwald dann drei Fahrspuren.
„Wir freuen uns, dass wir dieses Konzept des Globalpauschalvertrages hier in einem noch größeren Rahmen testen und gleichzeitig den Abschnitt umfassend erneuern können. Bereits mit dem Ersatzneubau von sechs Bauwerken bei Scheßlitz im Zuge der A 70 haben wir sehr positive Erfahrungen mit dieser Vertragsform sammeln können und hoffen, diese nun hier ebenfalls weiterentwickeln zu können.“
Thomas Pfeifer, Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH
Der Abschluss des Projekts ist planmäßig für Ende 2027 vorgesehen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 55 Mio. € und werden von der Bundesrepublik Deutschland getragen.
Weitere Informationen
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung Nordbayern
D-90402 Nürnberg
www.autobahn.de