Brücken- und Infrastrukturbau

Deutlicher Baufortschritt im Kreuz Leverkusen-West

Im Zuge des Ersatzneubaus der Rheinbrücke Köln – Leverkusen wird auch das Autobahnkreuz Leverkusen-West (A 1/A 59) umgestaltet. Zudem sind hier die Bauwerke in die Jahre gekommen. Die seit 2017 durchgeführten zahlreichen und hochkomplexen Maßnahmen fanden, im Schatten der Rheinquerung stehend, bisher zu wenig öffentliche Beachtung.

Sechs neue Brückenbauwerke werden errichtet und durch die vielfältigen Fahrbeziehungen im Autobahnkreuz werden hier – unter fließendem Verkehr – Arbeiten auf höchstem ingenieurtechnischem Niveau durchgeführt.

Im Baufeld befindet sich eine gewaltige Anzahl der unterschiedlichsten Versorgungsleitungen. Dies muss nicht nur bei der Gründung von Pfählen, sondern auch bei der Aufstellung von Kränen in einem sehr engen Baufeld genauestens berücksichtigt werden. In einigen Bodenbereichen befinden sich Deponiealtlasten, welche besondere Vorsicht erfordern. Der Kampfmittelräumdienst hat bis zu 21 m in die Tiefe sondiert. Lokale Straßen und Wege führen unter der hier als Hochstraße gestalteten Bundesautobahn A 1 hindurch. Auch die Dhünn – als längster Nebenfluss der Wupper – fließt durch den Arbeitsbereich. Dort, wo die Verlegung von Versorgungsleitungen notwendig ist, wurden neue Stollen gebaut. Alle Maßnahmen müssen mit rund zwei Dutzend Interessenträgern koordiniert werden.

Am Samstag, den 13.12.2025 konnte das Verbindungsbauwerk K32 (mit 741 m länger als die 688,70 m messende Schrägseilbrücke), welches die A 59 aus beiden Richtungen kommend mit der A 1 nach Dortmund verbindet, sowie auch die südliche Hochstraße A, welche die A 1 in Fahrtrichtung Dortmund trägt, für den Verkehr freigegeben werden. Zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl und dem Kreuz Leverkusen (A 1/A 3) rollt der Verkehr nun wieder dreistreifig in beiden Fahrtrichtungen (6+0).

Auf dem Verbindungsbauwerk K33/34 (von der A 1 aus Trier kommend) kann nun zweispurig in beide Richtungen zur A 59 gefahren werden.

Eine weitere Maßnahme ist die Sperrung des Brückenbauwerks K31, als Verbindung der A 1, aus Dortmund kommend, mit der A 59 in Fahrtrichtung Düsseldorf. Mit dieser Sperrung können weitere Teilsperrungen vermieden und der Bauablauf effizienter gestaltet werden.

Bild 2: Blick auf die Hochstraße A (A 1) in Fahrtrichtung Dortmund. Das neue südliche Teilbauwerk befindet sich rechts

Die Bauwerke K33/34, K35 und nun auch K32 sind bereits in Gänze fertiggestellt. Das neue K31 wird parallel zum alten Bauwerk gebaut und voraussichtlich Mitte 2027 unter Verkehr genommen. Im Sommer 2026 beginnen die Arbeiten zum Neubau der K36, welche die A 59, aus Düsseldorf kommend, mit der A 1 in beide Fahrtrichtungen verbindet.

Bild 3: Im Bau befindliches Brückenbauwerk K31 neu (Mitte)

Die alte Hochstraße A besteht aus einem Bauwerk für beide Fahrtrichtungen. Zukünftig erhält jede Fahrtrichtung ein eigenes Teilbauwerk. Die jetzt freigegebene südliche Hochstraße A, auf der künftig die Fahrtrichtung Dortmund verläuft, wurde neben das Bestandsbauwerk gebaut. In Kürze wird das alte Bauwerk zurückgebaut und an dessen Stelle das zweite neue Bauwerk errichtet. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis 2027 dauern.

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