Brücken- und Infrastrukturbau

Offizieller Baustart für den Ersatzneubau der Mainbrücke Marktbreit ist erfolgt

Die Autobahn GmbH hat am 28. April den Startschuss für den Ersatzneubau der Mainbrücke im unterfränkischen Marktbreit gegeben. Zuvor wurden bereits umfangreiche Bauvorbereitungen durch die beteiligten Bauunternehmen geleistet. Der Bund investiert 394 Mio. € in die Maßnahme. 2034 soll die Verkehrsfreigabe erfolgen. Für das Bauprojekt im Zuge der A 7 zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit spielt Building Information Modeling (BIM) eine zentrale Rolle. Die digitale Planungsmethode auf Basis eines 3D-Modells ermöglicht es, Baumaßnahmen effizienter umzusetzen.

„Der heutige Spatenstich zeigt, dass wir das Thema Brückenmodernisierung konsequent angehen und dabei auch zunehmend auf moderne Methoden und digitale Technologien setzen. Um den Erhalt und Ausbau unserer Verkehrsinfrastruktur weiter voranzutreiben, liegen große Chancen in der Nutzung der BIM-Methode.“ 
Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister

Die 928 m lange Brücke ist eines der längeren Bestandsbauwerke im Netz der Bundsautobahnen. Die aus zwei Teilbauwerken bestehende Mainbrücke wurde mit einer Investitionssumme von rund 55 Mio. DM zwischen 1977 und 1981 als Spannbeton-Hohlkastenbrücken mit Breiten von je 14,75 m errichtet. Die längste Spannweite über den 10 Pfeilerpaaren beträgt 108,60 m.

„Die Brückenmodernisierung zeigt, was möglich ist, wenn Planung und Bau konsequent digital gedacht werden. Mit BIM schaffen wir nicht nur effizientere Abläufe, sondern auch eine neue Qualität der Zusammenarbeit und senden damit ein Signal für die Digitalisierung im Infrastrukturbau.“
Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes

Da die Brücke sich in einem schlechten Zustand befindet und über keinerlei Tragreserven verfügt, ist die Befahrung durch Großraum- und Schwertransporte bereits seit einiger Zeit nicht mehr möglich. Seit dem Bau der Mainbrücke Marktbreit hat sich durch den rasant angestiegenen Güter- und Schwerverkehr zudem eine Nutzungsänderung der Talbrücke eingestellt. Der Neubau der fast 45 Jahre alten Brücke wird daher heutige und künftige Verkehrslasten berücksichtigen.

„Nicht nur die Planung, sondern auch die Vergabe der Brückenbauleistungen wurde auf Grundlage des BIM-Modells durchgeführt, wodurch die Abrechnung als Pauschalpreis mit Abschlagszahlungen für die Fertigstellung definierter Leistungsblöcke erfolgen kann. Hierdurch konnten wir eine hohe Kostensicherheit für das Projekt schaffen.“
Thomas Pfeifer, Direktor der Niederlassung Nordbayern der Autobahn GmbH des Bundes

Bild 2: Bisherige Marktbreitbrücke über den Main (Foto: Frank G. Buchhold)

Im laufenden Jahr wird mit dem Rückbau der Richtungsfahrbahn Füssen unter Zuhilfenahme von Auffangwannen begonnen. Anschließend erfolgt der Neubau des Stahlverbund-Hohlkastens im Taktschiebeverfahren. Die Fahrbahn wird auf einer Platte aus Ortbeton auf geschlossenem Deckblech liegen. Der Neubau kommt mit fünf Pfeilerpaaren aus und ist 3,5 m kürzer. Die Fertigstellung des ersten Teilbauwerks ist für 2030 geplant. Bis 2034 soll dann auch das Bauwerk der Richtungsfahrbahn Flensburg erneuert werden. Der Verkehr wird mittels 4+0-Verkehrsführung aufrechterhalten.

Weitere Informationen
TOP MEDIENDIENST
Frank G. Buchhold
D-41564 Kaarst
www.topmediendienst.de

Die Autobahn GmbH des Bundes 
Niederlassung: Nordbayern
D-90402 Nürnberg
www.autobahn.de