Brücken- und Infrastrukturbau

Schnelles Handeln für die Rheinbrücke Bonn-Nord: Abriss und Ersatzneubau in maximal zwei Jahren

Das Ergebnis intensiver Analyse zeigt, die die linksrheinische Vorlandbrücke der Bonner Nordbrücke kann unter Verkehr nicht betrieben werden. Es muss ein neues Bauwerk errichtet werden, das Pkw- und Lkw-Verkehr wieder aufnehmen kann. Die bestehende Sperrung für die Straßen unter der Brücke bleibt bestehen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat umgehend gehandelt und einen Lenkungskreis unter Leitung der Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz eingerichtet, der die weiteren Schritte koordiniert.

„Es ist eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Ich weiß, welche Belastung die Sperrung für die Menschen und Unternehmen in der Region bedeutet. Deshalb wollen wir keine Zeit verlieren und starten sofort mit den notwendigen Vorbereitungen. Schon Mitte Juli soll der Zuschlag für den Abbruch der alten Brücke erfolgen. Noch in diesem Jahr wird die Vergabe der neuen Brücke beauftragt. Danach wird es zwei Jahre dauern, bis die neue Brücke steht. Unser Ziel ist es, dass wir diese wichtige Verkehrsader zügig wiederherstellen. Der Bund steht dabei verlässlich an der Seite dieser Region.“
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

Die Rheinbrücke Bonn-Nord musste am 3. Juni 2026 gesperrt werden, nachdem Untersuchungen strukturelle Schäden am Tragwerk ergeben hatten. Sie ist mit mehr als 100.000 Fahrzeugen täglich eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen der Region Bonn/Rhein-Sieg. Die Rheinbrücke Bonn-Nord ist mehr als eine einzelne Brücke. Sie ist ein Brückenzug, ein System aus drei zusammenhängenden Bauwerken: Auf der linksrheinischen Seite führt die 660 m lange Vorlandbrücke als Hochstraße aus Spannbeton zur eigentlichen Strombrücke über den Rhein. Diese Strombrücke und auch die rechtsrheinische Vorlandbrücke können weiterhin Pkw- und Lkw-Verkehr tragen.

Weitere Informationen
Bundesministerium für Verkehr
D-10115 Berlin
www.bmv.de