Brücken- und Infrastrukturbau

Neubau der Rheinbrücke Krefeld-Uerdingen ist angedacht

Die statischen Nachrechnungen der erstmals 1936 eröffneten Rheinbrücke Krefeld-Uerdingen haben ergeben, dass die Brücke für den Kraftfahrzeugverkehr nicht zukunftsfähig ist. Durch Untersuchungen von Stahlproben stellte sich heraus, dass dieser etwa 25 % seiner Festigkeit verloren hat. In einem ersten Schritt hat Straßen.NRW daher einige Kompensationsmaßnahmen durchgeführt. Mit dem Ortstermin für dieses Projekt am 28. Juli 2023 in Anwesenheit des NRW-Verkehrsministers Oliver Krischer und weiterer Vertreter der beteiligten Institutionen beginnt nun ein Abwägungsprozess, der – so die Hoffnung – zum Jahresende 2023 die entscheidenden Randbedingungen in einem Ausgleich als Grundlagenermittlung für das dann beginnende Planungsverfahren zusammenfasst.

Dicht an der Südseite des Bestandbauwerks befindet sich Industriebebauung. Der Bebauungsplan der Stadt Krefeld sieht eine neue Feuerwache in unmittelbarer Nähe nördlich der Trasse vor. Für die Einwohner der Stadt Krefeld – und insbesondere des Ortsteils Uerdingen – hat die unter Denkmalschutz stehende Brücke eine hohe emotionale Symbol- und Identifikationskraft. Im benachbarten Duisburg spielt dies keine Rolle, während man hier mit einem neuen Hochwasserschutzkonzept die Deichanlagen weiter vom Ufer entfernt neugestalten möchte. Dies führt zwangsläufig zu einer höheren Lage durch Aufständerung der östlichen Zufahrtsstrecke. Bisher wird die Brücke auch von landwirtschaftlichem Verkehr genutzt. Weiter sind alle Richtlinien zu Flora und Fauna einzuhalten. Während der gesamten Baumaßnahmen müssen sowohl der Straßen-, als auch der Schiffsverkehr aufrechterhalten bleiben. Das Gesamtprojekt muss darüber hinaus in die Reihenfolge der zu sanierenden Rheinbrücken eingepasst werden.

Bis Ende 2025 soll die Vorplanung und Variantenfestlegung abgeschlossen sein. Die weitere Entwurfsplanung benötigt zwei Jahre. Ab 2027 könnte die mit drei Jahren Dauer veranschlagt Genehmigungsplanung und die Planfeststellung folgen. Die Ausführungsplanung und der Bau würden dann 2030 beginnen. Die errechnete Restnutzungsdauer der Brücke liegt bei zwölf Jahren. Im Idealfalle wären die Arbeiten dann zur 100-jährigen Freigabe der Brücke abgeschlossen.

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Frank G. Buchhold
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