Brücken- und Infrastrukturbau

Verkehrsfreigabe für den zweitlängsten Autobahntunnel Deutschlands

Mit der Verkehrsfreigabe von 5,9 km Bundesautobahn A 44, zwischen der Halbanschlussstelle Helsa-Ost und der Anschlussstelle Hessisch Lichtenau-West, ging der Autobahntunnel Hirschhagen in Betrieb. Mit Längen von 4.147 m (Nordröhre) und 4.204 m (Südröhre) ist dieser, nach dem Rennsteigtunnel mit 7.916 m Länge im Verlauf der A 71, der zweitlängste Autobahntunnel Deutschlands und der längste Straßentunnel in Hessen. Die Bauarbeiten für den Tunnel haben im Februar 2013 begonnen. Der Tunnelanschlag erfolgte am 9. Juni 2013. Es werden Verkehrsmengen von knapp 40.000 Kfz im durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) erwartet. Der Bund investierte hier rund 346 Mio. Euro.

Beide Tunnelröhren sind durch sieben Überfahrten und acht Querstollen miteinander verbunden. Die Ausrüstung der Querstollen ist ebenfalls Teil der elektrotechnischen Ausstattung. Die Investitionssumme für diese technisch hochkomplexe Anlage beträgt rund 37 Mio. Euro. Umfangreiche Testläufe prüfen das Zusammenspiel aller vollautomatisierten Komponenten. Es werden bis zur Verkehrsfreigabe 198 verschiedene Verkehrsprogramme für alle denkbare Verkehrslagen auf volle Funktionstüchtigkeit hin erprobt.

Einer der Schwerpunkte liegt dabei auf dem Brandschutz. Dazu gibt es eine Brandmeldeanlage mit zwei Brandmeldezentralen, einer Linienbrandmeldeanlage sowie nichtautomatischen und automatischen Meldern. Im Ereignisfall mit Rauchentwicklung kann der Rauch mit Hilfe der 52 Strahlventilatoren unter Beachtung der Rauchschichtung aus dem Tunnel hinausbefördert werden. Aufgrund der erheblichen Länge der Röhren ist in der Tunnelmitte ein rund 80 m hoher Entrauchungsschacht in den Berg gebohrt worden.

Weitere Informationen
eAUTOBAHN
Frank G. Buchhold
D-41564 Kaarst
www.eautobahn.de