Digitalisierte Mobilität

Digitale Vernetzung für Bus und Bahn: Mobilitätsdatenverordnung hat Zustimmung der Bundesländer

Die moderne, vernetzte Mobilität ist auf einen „Rohstoff“ besonders angewiesen: Daten. Verkehrsplanung und Verkehrssteuerung, aber auch die individuelle Wahl von Verkehrsmitteln und Reiseplanung brauchen einen verlässlichen Zugang zu Daten, einschließlich Echtzeitdaten.

Heute hat der Bundesrat der Mobilitätsdatenverordnung zugestimmt. Damit stehen deutschlandweite Daten zu Fahrplänen, Routen und Ticketpreisen künftig auf einer Plattform, dem Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM), zur Verfügung. Auf dieser Datengrundlage können App-basierte Mobilitäts- und Informationsdienste für Endkunden entwickelt und so zum Beispiel Pendlerverkehre über Verkehrsverbundsgrenzen hinweg deutlich erleichtert werden - ein wichtiger Schritt hin zu einer effizienten, digitalen und umweltverträglichen Mobilität der Zukunft.

Und das ist erst der Anfang: Nächstes Jahr wird der MDM auch detaillierte Infos zu allen Bahnhöfen und Echtzeitdaten für den gesamten öffentlichen Personenverkehr zur Verfügung stellen. Damit wird es deutlich einfacher, Reisen durch mehrere Verkehrsverbünde und mit verschiedenen Verkehrsmitteln zuverlässig zu organisieren.

Die Pflichten zur Datenbereitstellung aus dem Personenbeförderungsgesetz treten stufenweise in Kraft. Deshalb setzt die Mobilitätsdatenverordnung im ersten Schritt die Bereitstellung von statischen Daten im Linienverkehr um. Das BMVI plant schon jetzt, die Mobilitätsdatenverordnung zu erweitern: Zum 1. Januar 2022 kommen weitere Datenkategorien und zum 1. Juli 2022 erstmals Echtzeitdaten hinzu.

Zeitgleich arbeitet das BMVI gemeinsam mit der BASt an der technischen Weiterentwicklung des modernen und benutzerfreundlichen MDM zur Mobilithek. Damit wird der Austausch von Daten in Echtzeit deutlich erleichtert.

Weitere Informationen
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
D-10115 Berlin
www.bmvi.de