Digitalisierung im Straßenbau

Beim 1. BIM-OKSTRA-Symposium wird über die digitale Zukunft des Bauwesens diskutiert

Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) initiiert am 28. und 29. Februar 2024 das 1. BIM-OKSTRA-Symposium in Köln. Veranstaltungsort ist das zentral gelegene „KOMED“ im Media-Park. An den beiden Tagen geben renommierte Expertinnen und Experten Einblicke in die neuesten Entwicklungen und aufkommenden Trends im Bereich des digitalen Bauens. Auf der Agenda stehen spannende Vorträge, die sich mit dem Building Information Modeling (BIM) und dessen Einsatzmöglichkeiten auseinandersetzen. Das neue Symposium ist als Nachfolger der bisherigen OKSTRA-Symposien zu verstehen und inhaltlich jetzt deutlich breiter aufgestellt, obgleich der „Objektkatalog für das Straßen- und Verkehrswesen“ immer noch eine zentrale Rolle einnimmt.

Blickt man auf die Ergebnisse der letzten beiden OKSTRA-Symposien, lässt sich erkennen, dass sich BIM und OKSTRA nicht ausschließen. Denn OKSTRA ist als vollwertiges BIM-konformes Datenschema für das Straßenwesen zu verstehen, stellt also eine sinnvolle Ergänzung zum IFC-Datenschema dar. IFC beinhaltet im Gegensatz zum OKSTRA alle Fachgebiete im Bauwesen. Beide Datenformate haben gemein, dass sie alle Phasen des Lebenszyklus beinhalten. Hierbei ist allerdings die OKSTRA-Detailtiefe in Bezug auf Straßenverkehrsanlagen wesentlich höher als die beim IFC-Datenschema im Bereich Infrastruktur.

Die AKG Software Consulting GmbH, einer der Auftragsentwickler des damaligen Forschungsprojekts „Objektkatalog für das Straßen- und Verkehrswesen“, berichtet am zweiten Veranstaltungstag von einer sehr interessanten Studie. Dr.-Ing. Rico Steyer stellt gemeinsam mit Štefan Jaud (Jaud IT) das Ergebnis ihrer Untersuchung „Mengenobjekte nach REB 22.001: Lassen sich diese mit IFC nutzen?“ vor. Wie der Titel verrät, wurde hier geprüft, ob sich Klassen- und Merkmalsdefinitionen aus dem OKSTRA in das IFCDatenschema übertragen lassen. Motivation war u. a., einen allgemeingültigen Workflow zu entwickeln, der es ermöglicht, vorhandene BIM-konforme nationale Richtlinien in das internationale IFC-Datenschema zu migrieren. Denn damit könnte eine sehr wichtig Grundlage geschaffen werden: die Weiterentwicklung des IFC-Datenschemas an die sehr unterschiedlichen nationalen Anforderungen bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Infrastrukturbauwerken.

Man kann also gespannt sein, ob es den Softwareentwicklern gelungen ist, die im OKSTRA vorhandenen Definitionen im Sinne eines Information Delivery Manual (IDM) zu nutzen und darauf aufbauend eine Model View Definition (MVD) zu erfüllen, die eine Implementierung des Mengenaustauschs nach REB 22.001 im IFC-Datenschema zulässt.

Auf der Webseite der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen finden sich alle Informationen zur Veranstaltung sowie Möglichkeit zur Anmeldung (www.fgsv.de).

Weitere Informationen
AKG Software Consulting GmbH
D-79423 Heitersheim
www.akgsoftware.de