Elektromobilität
Wie kann Elektromobilität für noch mehr Menschen und Unternehmen attraktiv und alltagstauglich werden? Darüber diskutierten am 1. Oktober rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort in Berlin sowie mehrere Hundert weitere online auf der fünften Ladeinfrastruktur-Konferenz des Bundesministeriums für Verkehr.
Mit inzwischen 3,5 Mio. elektrisch angetriebenen Pkw und mehr als 200.000 öffentlich zugänglichen Ladepunkten verfügt Deutschland über eine starke Basis für den weiteren Markthochlauf. Auf der Ladeinfrastruktur-Konferenz diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Automobilwirtschaft, Energiewirtschaft, Wohnungswirtschaft, Logistik und Wissenschaft darüber, was jetzt notwendig ist, um die Elektromobilität weiter in die Breite zu tragen. Im Mittelpunkt standen der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur, nutzerfreundliches und intelligentes Laden sowie die Elektrifizierung des schweren Straßengüterverkehrs.
„Die Elektromobilität ist im Alltag angekommen, denn jeder vierte Neuwagen fährt elektrisch. Und unsere Ladeinfrastruktur wächst jeden Tag weiter: Rund 60 neue öffentliche Ladepunkte kommen inzwischen täglich hinzu. Jetzt geht es darum, den Ausbau gezielt weiterzuentwickeln. Wir werden mehr Preistransparenz und einfaches Bezahlen ermöglichen, die Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge mit einem deutschlandweiten Schnellladenetz voranbringen und mit 500 Mio. € auch das Laden in Mehrfamilienhäusern stärken. Gleichzeitig schaffen wir bessere Voraussetzungen für Netzanschlüsse und vereinfachen die Planung von Ladeinfrastruktur. Unser Ziel ist klar: Laden muss einfach, verlässlich und für alle alltagstauglich sein.“
Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr
Wie der weitere Hochlauf gelingen kann, beleuchtete die Konferenz in drei großen Themenblöcken. Zu Beginn ging es um die Frage, wie Elektromobilität in der Breite ankommt und welche Voraussetzungen dafür bei Infrastruktur und Nutzerfreundlichkeit notwendig sind. Darüber diskutierten u. a. Dr. Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Diana Stöcker, Oberbürgermeisterin von Weil am Rhein, Alexander Junge, Vorstand der Aral AG, sowie Alexander Bloch, Cheftester und Moderator bei VOX auto mobil.
Wie sich Ladeinfrastruktur künftig noch besser in den Alltag und das Energiesystem integrieren lässt, stand anschließend im Fokus. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wohnungswirtschaft und Energiewirtschaft diskutierten, wie intelligentes Laden Kosten senken, das Stromnetz entlasten und neue Potenziale für Nutzerinnen und Nutzer erschließen kann. Verschiedene Technologie-Pitches zeigten zudem innovative Ansätze für Ladeinfrastruktur, u. a. für Standorte mit Netzengpässen, den Einsatz Künstlicher Intelligenz und automatisiertes Megawattladen.
Der dritte und letzte Schwerpunkt richtete den Blick auf den Hochlauf batterieelektrischer Lkw und die Herausforderungen im Logistikalltag. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Logistik und Energiewirtschaft diskutierten, wie Ladeinfrastruktur in Depots, Logistikzentren und im öffentlichen Raum weiter vorangebracht werden kann.
„Die Ladeinfrastruktur-Konferenz bietet den Raum, um Erfahrungen auszutauschen, neue Lösungsansätze zu diskutieren und die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten. Mit dem erfolgreichen Ausbau der Ladeinfrastruktur rücken heute stärker qualitative Fragen in den Fokus. Nutzerinnen und Nutzer erwarten ein Ladeerlebnis, das einfach, zuverlässig und komfortabel ist.“
Dagmar Fehler, CEO und Sprecherin der NOW GmbH
Die hybride Veranstaltung wird gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr, der NOW GmbH und der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur organisiert. Zum Auftakt sprach Bundesverkehrsminister Steffen Bilger.
Begleitend zur Konferenz veröffentlichte die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur ein neues Dashboard. Das AFIR-ZielMONITORING visualisiert anhand aktueller Karten und Daten den Stand der Umsetzung der europäischen AFIR-Vorgaben in Deutschland. Es zeigt, in welchem Umfang die Ausbauziele entlang der einzelnen Streckenabschnitte des transeuropäischen Verkehrsnetzes für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bereits erreicht sind.
Die Aufzeichnung der Konferenz ist auf dem YouTube-Kanal der NOW GmbH abrufbar..
Weitere Informationen
NOW GmbH
D-10623 Berlin
www.bmv.de