FGSV
Am 5. und 6. Mai dieses Jahres findet die Landschaftstagung 2022 der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (FGSV) in Weimar statt. Die Tagung kann auf eine über 50-jährige Tradition zurückblicken. Angesprochen sind insbesondere Teilnehmende aus Fachverwaltungen, Naturschutzbehörden und -verbänden, landschaftspflegerischen Fachverbänden sowie der wissenschaftlichen Einrichtungen und Ingenieur- und Planungsbüros. Im Hinblick auf diese Veranstaltung hat Straße und Autobahn mit Stephan Köhler, Abteilungsleiter A 5 Umweltmanagement der Autobahn GmbH des Bundes, gesprochen.
Stephan Köhler, Abteilungsleiter A 5
Umweltmanagement der Autobahn GmbH des Bundes
Was erwartet die Teilnehmer auf der diesjährigen Landschaftstagung in Weimar?
Auf der Landschaftstagung 2022 befassen sich namhafte Fachleute mit den neuesten Entwicklungen, Tendenzen und Forschungsergebnissen des Umwelt- und Naturschutzes und der Landschaftspflege im Straßenbau und decken damit ein großes und konkret auf den Straßenbau und die Straßenplanung bezogenes fachliches Spektrum ab. Besonders spannend sind die neuesten Entwicklungen im Bereich Klimaschutz, dem ein eigener Vortrag und ein Arbeitskreis gewidmet sind. Aber neben diesen fachlichen Themen erwarten die Teilnehmenden in der Stadthalle Weimar einen Rahmen, der das Kennenlernen und das Knüpfen von Kontakten erleichtern und fördern wird. Ich freue mich besonders auf den Abend des 5. Mai, der es erlauben wird, vom Foyer der Stadthalle aus im Park zu wandeln und dabei auch ein wenig Jazz- und Rockmusik zu genießen. Nicht zu vergessen ist aber auch die bekannte und immer wieder aktualisierte Posterausstellung zu innovativen Erfassungsmethoden und technischen landschaftspflegerischen Maßnahmen.
Sie sind seit dem Oktober 2019 Leiter des FGSV-Arbeitsausschusses 2.9 „Umwelt und Naturschutz“. Damit betreuen Sie eines der Themen unserer Zeit! Was wird zurzeit in Ihrer Arbeitsgruppe besonders stark diskutiert?
In unserem Arbeitsausschuss (AA) wird intensiv darüber diskutiert, wie die Vielzahl an umweltrechtlichen Regelungen und Anforderungen fachlich fundiert, praxisnah aber auch mit Augenmaß umgesetzt werden können.
Zurzeit diskutieren wir besonders, wie sichergestellt werden kann, dass es bei unseren Baustellen nicht zu Stilllegungen kommt, weil Umweltschäden aufgetreten sind und wie ein Bauablauf so gestaltet werden kann, dass die Auflagen aus dem Baurecht alle eingehalten werden. Darüber hinaus diskutieren wir verstärkt darüber, wie wir die Anforderungen des Klimaschutzgesetzes sachgerecht umsetzten.
Was sind die größten Herausforderungen?
Die größten Herausforderungen liegen zurzeit bei einem zeitnahen Ersatz einer Vielzahl von nicht mehr tragfähigen Brücken. Hier ist die Umweltplanung gefragt, diese Prozesse zu unterstützen und die Querbezüge zum Planungsrecht herzustellen
Und wenn Sie auf die Arbeitsergebnisse zurückblicken: In welchen Punkten sind Sie gut vorangekommen bzw. mit welchen Ergebnissen sind Sie besonders zufrieden?
Wir haben eine Vielzahl von Regelwerken bearbeitet und erfolgreich abgeschlossen. Zu unserem AA gehören ca. 10 Arbeitskreise, die grundlegende Richtlinien bearbeitet haben, wie z. B. zum Artenschutz beim Bau, zur FFH-Verträglichkeit, Umweltverträglichkeit oder landschaftspflegerischen Ausführungsplanung. Darüber hinaus haben wir an anderen Werken z. B. zur Wasserrahmenrichtlinie intensiv mitgearbeitet.
Ich bin besonders zufrieden, dass wir durch diesen AA ein übergeordnetes Fachgremium haben, das sich aus Kolleginnen und Kollegen ganz unterschiedlicher Fachverwaltungen, Vorhabenträger und Planungsbüros zusammensetzt und das fundiert und zielgerichtet an Lösungen arbeitet.
Weitere Informationen
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung Nordwest
D-30163 Hannover
www.autobahn.de