MPU

Anzahl der Begutachtungen weiter gesunken

Die Anzahl der Begutachtungen ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Alkoholauffälligkeit ist weiterhin der Hauptgrund für eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Dies berichtet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), die die bundesweite Statistik jährlich fortschreibt.

Insgesamt 82.261 MPU gab es im Jahr 2023 – dies sind fast 6 % weniger als im Vorjahr. Dabei betrafen die MPU-Gutachten der 12 aktiven amtlich anerkannten Träger von Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF) mit rund 38 % am häufigsten Alkohol-Fragestellungen. Es folgen Gutachten zu den Fragestellungen betreffend „Drogen und Medikamente“ mit fast 33 %. Während MPU zu den Fragestellungen „Drogen und Medikamente“ um etwa 14 % sanken, sind MPU zu Alkohol-Fragestellungen um rund 1 % gestiegen.

Bei den Ergebnissen der MPU gab es gegenüber dem Vorjahr keine relevanten Veränderungen: Von den 82.261 begutachteten Personen (2022: 87.180) waren rund 57 % (2022: 57) „geeignet“ und gut 39 % (2022: 38) ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr. Gute 4 % (2022: 4) erhielten die Empfehlung zur Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung.

Das MPU-Gutachten ist die psychologische und medizinische Entscheidungsgrundlage für die Straßenverkehrsbehörden, ob eine Person zum aktuellen Zeitpunkt zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet ist und somit eine Fahrerlaubnis erhalten oder neu erteilt bekommen kann oder nicht. Bei spezifischen Anlassgruppen ist aufgrund des MPU-Gutachtens auch die Empfehlung einer Teilnahme an einem Kurs zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung möglich, dann kann die Fahrerlaubnis, wenn die zuständige Behörde der Teilnahme an dem Kurs zugestimmt hatte, nach der Teilnahme an entsprechenden Kursen neu erteilt werden.

Weitere Informationen
Bundesanstalt für Straßenwesen – BASt
D-51427 Bergisch Gladbach
www.bast.de