Smart Cities

Smart Cities bereiten uns auf die Herausforderungen von morgen vor

Das ganzheitliche Konzept der Smart Cities soll den vielen Herausforderungen urbaner Zentren begegnen. Dabei durchdringt es alle Lebensbereiche einer Stadt.
Smart Cities sind Städte, in denen Informationstechnologie eingesetzt wird, um die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern. Diese Technologie umfasst Sensoren und Netzwerke, künstliche Intelligenz und Big Data. Dank dieser Technologien können Smart Cities ihre Ressourcen effizienter nutzen sowie ihre Bürger besser einbinden und informieren. Einige wichtige Vorteile bei der Vernetzung von Daten sind bspw.:
–    Eine verbesserte Verkehrsplanung durch das Sammeln von Verkehrsdaten in Echtzeit.
–    Eine bessere Luftqualität durch Überwachung der Luftverschmutzung in Echtzeit und anschließende Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen.
–    Ein verbessertes Katastrophenschutzsystem durch frühzeitige Warnungen bei Gefahren wie Hochwasser oder Waldbränden.

Wachsende Bevölkerung
Die Idee der Smart Cities ist nicht neu – sie wurde bereits in den 1960er-Jahren entwickelt. In den letzten Jahren ist das Konzept jedoch immer populärer geworden, da die technologischen Möglichkeiten zur Umsetzung von Smart Cities immer besser werden. Es gibt viele Gründe, warum Smart Cities die Zukunft der Städte sind. Zum einen werden immer mehr Menschen in Städten leben – laut UN-Prognosen wird die Weltbevölkerung im Jahr 2050 voraussichtlich zu 66 % in Städten leben. Zum anderen steigt mit dem Bevölkerungswachstum auch der Ressourcenverbrauch – das bedeutet, dass Städte immer mehr auf nachhaltige Lösungen angewiesen sein werden. Smart Cities bieten eine Reihe von Lösungen für diese Herausforderungen. Durch die Nutzung von Technologien wie Big Data und künstlicher Intelligenz können Städte die vorhandenen Ressourcen besser verwalten und so nachhaltiger werden. Außerdem können neue Technologien helfen, die Lebensqualität der Bewohner zu verbessern – bspw. durch bessere Verkehrsinfrastrukturen oder eine effizientere Energieversorgung. So ermöglicht das Citizen Dashboard von Yunex Traffic den Bürgern, u. a. ihren CO2-Fußabdruck zu verfolgen und zu sehen, wie viele Schadstoffe sie durch ihre Mobilitätsentscheidungen verursachen. Allerdings gibt es auch einige Herausforderungen bei der Umsetzung von Smart Cities. So ist es oft schwierig, die unterschiedlichen Interessen von Politik, Bevölkerung und Unternehmen unter einen Hut zu bringen.

Smart City – Smart Mobility
Verkehr ist ein zentrales Thema von Smart Cities. Die Zukunft der Mobilität liegt in nachhaltigen, umweltfreundlichen und intelligenten Lösungen. Mit Hilfe der Lösungen von Yunex Traffic kann das Zusammenspiel von vernetzten Fahrzeugen, Infrastruktur und Verkehrsmanagement realisiert und der Verkehr in Smart Cities effizienter und sicherer gestaltet werden. Eine wichtige Maßnahme zur Förderung nachhaltiger Mobilität ist die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs. Der öffentliche Nahverkehr in Smart Cities wird durch intelligente Lösungen, wie die Priorisierung von Bussen und Straßenbahnen durch On Board Units (OBU), optimiert. Ein weiterer Aspekt von Smart Cities sind Verkehrsleitsysteme. Sitraffic Symphony nutzt Sensoren der Infrastruktur und Datenanalyse, um den Verkehr in Echtzeit zu steuern und so Staus und Unfälle zu vermeiden. Durch Anreicherung dieser Daten um weitere relevante Informationen wie z. B. Umwelt- und Wetterdaten, kann ein umweltsensitives Verkehrsmanagement (UVM) dazu beitragen, die Luftverschmutzung zu reduzieren, indem es die Route eines Fahrers verändert, um ihn von einer stark befahrenen Straße wegzulenken.
Auch die Integration von Fahrrad- und Fußgängerverkehr spielt eine wichtige Rolle. Hier sei der Einsatz von Fahrradsäulen zu nennen, die mit ihren Anzeigen dem Radfahrer eine Geschwindigkeitsempfehlung geben, um an der nächsten Kreuzung ein Grünsignal zu erhalten. Dadurch wird das wahrgenommene Grünfester für den Radfahrer deutlich größer, sodass die Wartezeit reduziert wird. Mit dem Ziel, ein Absteigen vom Rad möglichst zu vermeiden, wird die Fahrt zur Ampel zielgerichteter und somit komfortabler.
So wie die Fahrradsäule trägt auch der Ampelphasenassistent dazu bei, die grüne Welle bestmöglich zu nutzen. Es handelt sich dabei um ein intelligentes System, welches die optimale Geschwindigkeit für eine Fahrt auf der grünen Welle berechnet. Die Sicherheit der Prognose liegt bei bis zu 99,8 %. Ein Gütefaktor, der aktuelle Bedingungen und plötzliche Ereignisse in die Berechnungen einbezieht, hilft dabei, die Zuverlässigkeit einzuschätzen. Die Grünzeitprognosen werden Auto- und Fahrradfahrer sowie Busse und Straßenbahnen zukünftig in Echtzeit über die Smartphone-App Signal2X erhalten. Diese ist aktuell für Smartphones mit iOS- und Android-Betriebssystem kostenlos im App-Store erhältlich. Künftig wird Signal2X erstmalig in Deutschland auch für Apple CarPlay und Android Auto verfügbar sein. Langfristig sollen die Geschwindigkeitsempfehlungen nicht nur über die App, sondern auch über ein Cloud-System in gängige Navigationssysteme integriert werden.

Fazit
Smart Cities sind also die Zukunft der Städte – und damit auch die Zukunft des Verkehrs. Durch intelligente Lösungen, visualisiert in durchdachten Apps, kann der Verkehr in Smart Cities effizienter, sicherer und umweltfreundlicher werden. Durch die Vernetzung aller Verkehrsmittel (Multimodalität) kann ein reibungsloser Ablauf des gesamten Verkehrssystems gewährleistet werden, von dem Bürger sowie Unternehmen partizipieren können. Dafür muss die Stadtplanung so gestaltet sein, dass die Bewohner möglichst einfach und schnell von einem Ort zum anderen gelangen können.   

Verfasser
Samir Djulancic
samir.djulancic@yunextraffic.comYunex GmbH
D-81739 München
www.yunextraffic.com