Straßenbau
Im Zuge des Ausbaus der A 26 im Abschnitt zwischen Jork und Neu Wulmstorf wurden Anfang Februar die Bauabschnitte 2b, 2c und 3 für den Verkehr freigegeben. Das Ziel, eine Verbindung von Stade bis zur A 7 herzustellen, rückt damit einen großen Schritt näher.
Sturmerprobt
Bis kurz vor der Pressekonferenz anlässlich der Verkehrsfreigabe der A 26 regnete es sturmbedingt „horizontal“. Der Regen legte sich knapp vor der geplanten Freigabe und das typisch freundliche norddeutsche Wetter mit Sonnenschein setzte sich durch – der Sturm mit Böen von knapp 75 km/h allerdings blieb. Eine Herausforderung für Redende und Publikum, aber der Freude an diesem Tag tat dies keinen Abbruch.
Carsten Butenschön begrüßte die anwesenden Mitglieder des Deutschen Bundestags, Enak Ferlemann, Oliver Grundmann und Svenja Stadler, wie auch die Landräte Rainer Rempe und Kai Seefried, die Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und ihre Kollegen Tobias Handtke und Steffen Matthes.
Herr Butenschön bedankte sich bei allen Behörden auf den unterschiedlichsten Verwaltungsebenen des Landes Niedersachsen, für die hervorragende Zusammenarbeit für die 8,2 km lange neue Autobahnstrecke, die freigeben wurde.
Stephan Krenz hob die großen Anstrengungen hervor, die unternommen wurden, um dem Schutz von Mensch, Fauna und Flora gerecht zu werden. So wurden in dem sensiblen Gebiet „Moore bei Buxtehude“ umfängliche Maßnahmen zum Schutz des Wachtelkönigs, dem Schutz eines Vogelschutzgebiets und vieles mehr unternommen, um alle notwendigen Auflagen voll umfänglich umzusetzen. Herr Krenz bedankte sich aber auch bei den Mitarbeitern der Außenstelle Stade und bei allen Auftragnehmern, die die A 26 realisiert haben. Trotz Personalmangels, Corona und Lieferengpässen gelang es, die A 26 auf weiteren 8,2 km zu realisieren. Das zeige die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der ausführenden Firmen und der Kollegen im Norden.
Der Niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies betonte, dass zur Mobilitätswende neben Radwegen und Schiene die Straße eine entscheidende Rolle spielt.
„Vielmehr brauchen wir solche Infrastrukturprojekte. Denn genauso wie Schiene und Wasserstraßen wird auch der Verkehrsträger Straße für die Mobilitätswende weiter eine bedeutende Rolle spielen – nicht nur mit Blick auf die rein-elektrische Zukunft der individuellen Mobilität, sondern auch für den straßengebundenen ÖPNV und für die Logistik mit einem Schwerlastverkehr mit alternativen Antrieben wie der Brennstoffzelle. Bei der Verkehrsinfrastruktur geht es nicht um ein Entweder-oder von Schiene, Straße, ÖPNV, Auto oder Radverkehr. Wir müssen sie im Sinne der Mobilitätswende alle Formen der Mobilität vernetzt denken.“
Olaf Lies, Verkehrsminister von Niedersachsen

Bild 2: Blick auf die freigegebene A 26 in Niedersachsen zwischen Jork und Neu Wulmstorf
Herr Lies bedankte sich bei der Autobahn GmbH des Bundes für die hervorragende Zusammenarbeit und fügte hinzu, dass er bei Gründung der Autobahn GmbH große Bedenken hatte, ob die Übertragung der Aufgaben von den Ländern auf die GmbH des Bundes überhaupt funktioniere: Heute wisse er, dass seine Bedenken unbegründet waren.
Enak Ferlemann, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär, der die A 26 und A 20 stets unterstützt hat und beide Projekte wie kein anderer kennt, betonte in einer kurzen Ansprache, wie froh er sei, dass dieses Stück Autobahn nun endlich für Nutzer freigegeben wurde. Er ermahnte aber alle Anwesenden, dass es noch viel zu tun gäbe, wie den Bau des Abschnitts bei Stade und die Anbindung an die A 20 wie auch die A 20 selbst.
Die Baumaßnahme in den für den Verkehr freigegebenen Bauabschnitten 2b, 2c und 3 der A 26 umfasste den Neubau der Autobahn A 26 mit 4 Fahrstreifen, den Neubau von 2 Anschlussstellen (AS Buxtehude und AS Neu Wulmstorf) und den Neubau von 8 Brückenbauwerken zur Über- bzw. Unterführung von querenden Straßen und Wegen sowie 14 Brückenbauwerken zur Unterführung von Gewässern. Zudem wurden zum Schutz der Bevölkerung und im Bereich des europäischen Vogelschutzgebiets „Moore bei Buxtehude“ zwischen den AS Jork und Neu Wulmstorf insgesamt rund 8,5 km Lärmschutzwände errichtet und rund 86.000 m² offenporiger Asphalt eingebaut. Die Baukosten für die heute freigegebenen Abschnitte 2b, 2c und 3 belaufen sich in Summe auf 223 Mio. € inkl. aller notwendigen Grunderwerbskosten.
Weitere Informationen
Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung Nord
D-20097 Hamburg
www.autobahn.de/nord