Straßenbau

Verkehrsfreigabe der A 49 im Abschnitt Neuental bis Schwalmstadt ist erfolgt

Die Verkehrsfreigabe im Abschnitt der A 49 von Neuental-Bischhausen bis Schwalmstadt-Treysa ist erfolgt: Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr, und Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH sowie Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen eröffneten Ende Juni die rund 12 km lange neue Strecke. Der Bund investiert hier insgesamt 250 Mio. Euro.

Oliver Luksic betonte bei der Verkehrsfreigabe am Südportal des Tunnels Frankenhain die Bedeutung der sogenannten Verkehrseinheit (VKE) 20 der A 49, dem Lückenschluss zur Anbindung an die A 5 ist man ein wichtiges Stück nähergekommen. Mit der A 49 wird die Infrastruktur deutlich verbessert. Davon profitieren die Wirtschaftsräume Nordhessens und Mittelhessens, denn Mobilität ist ein wichtiger Standortfaktor.

Die VKE 20 der A 49 schließt an die bestehende A 49 bei Neuental-Bischhausen an und endet bei Schwalmstadt-Treysa im Anschluss an die B 454. Sie besteht aus 19 Bauwerken einschließlich des Tunnels Frankenhain.

Dass vor dem Hintergrund von Covid-19 und der Ukraine-Krise sowie der damit verbundenen Rohstoffknappheit und Kostensteigerungen die VKE 20 pünktlich und im Rahmen des Budgets fertig geworden ist, erfreute Stephan Krenz. Im Mai 2009 wurde der Planfeststellungsbeschluss bestandskräftig. Der erste Spatenstich erfolgte im März 2011 für das Überführungsbauwerk der B 454 an der heutigen Anschlussstelle Schwalmstadt.
 

Projektdaten A 49 VKE 20

  • Planfeststellungsbeschluss/Baurecht seit 28.5.2009
  • Baubeginn: März 2011
  • Gesamtlänge:  11,8 km
  • Gesamtkosten ca. 250 Mio. Euro
  • Prognose durchschnittliche tägliche Verkehrsmenge (DTV): 38.000 Fahrzeug in 24 h
  • vier Talbrücken (LW = Länge zwischen den Widerlagern)
    • Talbauwerk Goldbach (Bauzeit 8/2018 bis 6/2019), LW = 285 m, Kosten ca. 24,0 Mio. Euro
    • Talbauwerk Schlierbach (Bauzeit 1/2017 bis 3/2019), LW = 170 m, Kosten ca. 10,1 Mio. Euro
    • Talbauwerk Todenbach (Bauzeit 10/2015 bis 11/2017), LW = 259 m, Kosten ca. 11,3 Mio. Euro
    • Talbauwerk Katzenbach (Bauzeit 7/2016 bis 8/2018), LW = 252 m, Kosten ca. 12,3 Mio. Euro
  • Tunnel: TU Frankenhain (Bauzeit 4/2013 bis 7/2016), Länge ca. 900 m, Kosten ca. 52,3 Mio. Euro (Tunneldurchschlag der Oströhre erfolgte im Rahmen der „Barbarafeier“ am 4.12.2013)
  • Grünbrücke für Wildwechsel (Bauzeit 1/2017 bis 3/2019) LW = 62 m, Kosten ca. 3,7 Mio. Euro
  • sieben Überführungs-/Unterführungsbauwerke für Landes-/Kreisstraßen und Wirtschaftswege
  • zwei Anschlussstellen: AS Schwalmstadt-Treysa, zur Anbindung der L 3155 und der B 454 über einen 2,3 km langen Zubringer zum Ortsteil Treysa, sowie die AS Neuental-Bischhausen (Teilfreigabe im erfolgte Oktober 2021)

Der Streckenbau wurde in 3 Bauabschnitte aufgeteilt

  • Mittelabschnitt: Bauzeit Januar 2017 bis März 2019
  • Südabschnitt: Bauzeit Juli 2018 bis Juli 2020
  • Nordabschnitt: Oktober 2018 bis Juni 2022

 

Verfasser
Frank G. Buchhold
topmediendienst@t-online.de 

TOP-MEDIENDIENST
D-41543 Kaarst
topmediendienst.de