Straßenbau, Straßenerhaltung und Straßenentwurf
Im Rahmen der feierlichen Verkehrsfreigabe haben Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und der Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes, Dirk Brandenburger, heute den Ausbau der insgesamt 76 km langen Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Biebelried und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen offiziell für den Verkehr freigegeben.
„Wir arbeiten am Comeback der Infrastruktur! Von der Fertigstellung dieses bedeutenden Großprojekts profitiert nicht nur die Region vor Ort. Die A 3 ist eine bedeutende Europastraße in unserem transeuropäischen Verkehrsnetz und zählt zu den meistbefahrenen Autobahnen Deutschlands. Der Bund hat hierfür 2,8 Mrd. € zur Verfügung gestellt. Damit schaffen wir eine leistungsfähige Verkehrsverbindung, die den heutigen Anforderungen gerecht wird.“
Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr
„Ich freue mich außerordentlich, dass wir mit der heutigen Verkehrsfreigabe den sechsstreifigen Ausbau der A 3 zwischen den Metropolregionen Nürnberg und Frankfurt Rhein-Main komplettieren. Das bringt die langersehnte Entlastung für alle, die täglich auf dieser Verkehrsachse unterwegs sind. Damit ist eine leistungsfähige Verbindung entstanden, die für die Anforderungen der Zukunft bestens gerüstet ist. Mit einer solchen Gemeinschaftsleistung stärken wir nationale und regionale Wertschöpfung sowie Beschäftigung und Ausbildung in unserer Heimat. Neben Unterfranken und Mittelfranken profitiert von diesem großartigen Verkehrsbauwerk der gesamte Freistaat und wir kommen unserer europäischen Verantwortung nach.“
Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr
Bild 2: Die A 3 zwischen Autobahnkreuz Biebelried und Autobahnkreuz Fürth/Erlangen nach dem Ausbau
„Das Projekt umfasst dabei weit mehr als den reinen Ausbau dieser wichtigen Verkehrsader, sondern bringt auch spürbare Entlastungen für die Anwohner. Auf rund 18 km wurde bspw. ein lärmoptimierter Fahrbahnbelag eingebaut und neue Lärmschutzanlagen mit bis zu 10 m Höhe installiert. Außerdem wurden 90 Bauwerke neu errichtet, acht Anschlussstellen modernisiert, umfangreiche Maßnahmen zur Entwässerung sowie zur landschaftlichen Gestaltung umgesetzt und neue Rastplätze für Lkw-Fahrer geschaffen. Eine außergewöhnliche Leistung aller Projektbeteiligten.“
Dirk Brandenburger, Geschäftsführer Technik der Autobahn GmbH des Bundes
„Die heutige Verkehrsfreigabe ist ein wichtiger Meilenstein für unsere Region und sorgt für einen nachhaltigen Fortschritt für den Verkehr und die Anlieger. Damit ist nun die A 3 auf der gesamten Strecke zwischen der hessischen Landesgrenze und Nürnberg durchgehend auf sechs Fahrstreifen modern und leistungsfähig ausgebaut.“
Thomas Pfeifer, Direktor der Niederlassung Nordbayern
Die Bauarbeiten wurden durch die „A 3 Nordbayern GmbH & Co. KG“ übernommen, die für einen Zeitraum von 30 Jahren auch den Betrieb und die Instandhaltung der Ausbau-Strecke übernimmt. Auch der Betrieb und die Erhaltung für den Abschnitt Fuchsberg bis Geiselwind, der bereits in den Jahren 2016 bis 2018 konventionell ausgebaut wurde, ist Bestandteil des ÖPP-Projekts.
„Der sechsstreifige Ausbau der A 3 zwischen Biebelried und Fürth/Erlangen ist das bislang größte ÖPP-Infrastrukturprojekt Deutschlands und ein Beispiel gelebter Partnerschaft. Unter laufendem Verkehr haben wir mit unseren Teams, Nachunternehmern, Ingenieurbüros, Lieferanten und der Autobahn GmbH Planung, Bau und Verkehrsführung so verzahnt, dass die Leistungsfähigkeit dieser wichtigen Verkehrsachse jederzeit erhalten blieb. Anspruchsvolle, architektonisch gestaltete Ingenieurbauwerke wie Groß-, Pylon- und Grünbrücken machen das Projekt besonders. Die nun erfolgte Verkehrsfreigabe zeigt, welches Potenzial in der Verbindung aus leistungsfähiger Bauindustrie, Ingenieurkompetenz und einem partnerschaftlich ausgerichteten ÖPP-Vertragsmodell steckt."
Daniel Strücker, Geschäftsführender Direktor Eiffage Infra-Bau SE
Als Gesamtkosten für Ausbau, Betrieb und Instandhaltung für 30 Jahre sind rund 2,8 Mrd. € veranschlagt worden. Damit ist das Infrastrukturprojekt das deutschlandweit größte Ausbauvorhaben, das als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) durchgeführt wurde.
Weitere Informationen
Die Autobahn GmbH des Bundes
Niederlassung: Nordbayern
D-90402 Nürnberg
www.autobahn.de
