Tunnel- und Infrastrukturbau
Am 29.4.2025 veröffentlichte der Bundesrechnungshof den Sonderbericht „Schleppende Modernisierung maroder Brücken an Bundesfernstraßen“ in dem deutliche Kritik am Bundesverkehrsministerium und der Autobahn GmbH geäußert wurde. In Straße und Verkehr heute veröffentlichen wir unkommentiert die Stellungnahme des BMDV zum zuvor genannten Sonderbericht:
Die Modernisierung von Brücken auf Autobahnen und Bundesstraßen hat oberste Priorität. Das BMDV und die Autobahn GmbH des Bundes haben alle Brücken in ihrer Zuständigkeit im Blick. Das Brückenmodernisierungsprogramm wurde auf Grundlage einer soliden Analyse entwickelt. Die Umsetzung des Programms liegt im Zeitplan und wird durch das BMDV und die Autobahn GmbH transparent kommuniziert. Zu Autobahnen: Aufgrund der unterschiedlichen Bauwerksgrößen ist eine daraus errechnete Zahl jährlich zu modernisierender Brücken wenig aussagekräftig, von größerer Relevanz ist die zu modernisierende Brückenfläche. Die 4.000 zu modernisierenden Brücken-Teilbauwerke ergeben zusammen eine Brückenfläche von 3,2 Mio. m². Dies entspricht einer Fläche von knapp 450 Fußballfeldern. Bis Ende des Jahres 2024 wurde rund ein Drittel dieser Fläche modernisiert. Wegen der Dringlichkeit wird vorrangig mit den großen Brücken begonnen, bei denen die Modernisierung natürlich aufwändiger ist und mehr Zeit beansprucht als bei kleinen Brücken. Um die Umsetzung des Brückenmodernisierungsprogramms weiter zu beschleunigen und gleichzeitig die dafür notwendigen personellen Ressourcen zu sichern, hat die Autobahn GmbH des Bundes ein Brückenkompetenzzentrum eingerichtet, das alle Maßnahmen priorisieret, koordiniert und evaluiert sowie den übergreifenden Austausch von Know-how zwischen allen Beteiligten stärkt. Die Umsetzung des Brückenprogramms liegt im Zeitplan, auch wenn es derzeit Bremseffekte gibt, weil wegen der offenen Haushaltslage sowie insbesondere aufgrund der vorläufigen Haushaltsführung keine Baufreigaben möglich sind. Das BMDV stimmt dem Bundesrechnungshof zu, dass eine nachhaltige und sichere Finanzierung für die Bundesfernstraßen von elementarer Bedeutung ist und teilt die Auffassung, dass auch in Zukunft ausreichend Haushaltsmittel für das Brückenmodernisierungsprogramm bereitgestellt werden müssen. Zu Bundesstraßen: Aufgrund historisch bedingter Unterschiede im Bauwerksbestand der einzelnen Länder und einer deutlich geringeren Verkehrsbelastung im Vergleich zu Autobahnen ist ein individualisiertes Vorgehen bei der Brückenmodernisierung der Bundesstraßen sinnvoll. Zu den Zielen und erreichten Ergebnissen stimmen sich Länder und Bund regelmäßig ab. |
Weitere Informationen
Bundesministerium für Digitales und Verkehr
D-10115 Berlin
www.bmdv.bund.de