Verkehrsmanagement
Um in der Region Frankfurt RheinMain die Auswirkungen der großen Verkehrsmengen in Bezug auf Verkehrs- und Umweltbelastungen zu begrenzen, werden die Verkehrsströme in der Region ab sofort über die gemeinsame Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) RheinMain überwacht und koordiniert.
Bislang beschränkten sich die Möglichkeiten des dynamischen Verkehrsmanagements auf die jeweiligen kommunalen Zuständigkeitsbereiche. Verkehrsteilnehmer, die aus angrenzenden Regionen in die Innenstadtbereiche pendelten oder diese passierten, konnten mit den vorhandenen, räumlich begrenzten Lenkungsstrategien bislang nur schwer erreicht und gesteuert werden.
Um eine zentrale Vernetzung der zuständigen Aufgaben- und Verkehrsträger auf regionaler Ebene und den übergreifenden Austausch von Informationen und Steuerungsstrategien zu ermöglichen, hat GEVAS software die Verkehrsmanagementzentrale RheinMain mit dem VTmanager als Kernelement aufgebaut. Die Grundlage für deren Aufbau legten Hessen Mobil und die ivm GmbH im Dezember 2022 mit einer gemeinsamen Absichtserklärung zur strategischen Steuerung der Verkehre in der Region Frankfurt RheinMain und zum Aufbau einer Verkehrsmanagementzentrale. Diese wurde nun am 6. Mai 2026 im Beisein des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministers Kaweh Mansoori sowie der ivm Frankfurt Rhein-Main und dem Betreiber Hessen Mobil offiziell in Betrieb genommen. Damit können sich die lokalen Partner fortan sowohl auf strategischer als auch operativer Ebene bei der Planung zur Verkehrsbeeinflussung und Steuerung der Verkehrsströme besser abstimmen.
„Mit der Inbetriebnahme der Verkehrsmanagementzentrale können wir künftig Störungen im Netz schneller identifizieren und darauf mit den modernen und smarten Techniken reagieren.“
Dipl.-Ing. Torsten Bertram, Leiter der Abteilung Mobilität und Radverkehr bei Hessen Mobil
Ein Kernelement des zentralen Verkehrsmanagements entfällt auf das Strategiemanagement, das eine automatisierte Reaktion auf definierte Verkehrssituationen und Verkehrsmeldungen über workflowbasierte Strategien ermöglicht. Dabei haben die Strategien Zugriff auf die im VTmanager angebundenen Subsysteme und können bspw. Lichtsignalanlagen und (virtuelle) Tafeln schalten sowie Verkehrsinformationen an Mobilitätsdienstleister weitergeben. Dies ist gerade in sehr dicht besiedelten und mobilitätsintensiven Ballungsräumen wie der Region Frankfurt RheinMain von essenzieller Bedeutung. In den hoch ausgelasteten Verkehrsnetzen der Region entwickelten sich schon aus kleinen Ereignissen langandauernde Behinderungen.
„Die VMZ RheinMain ist technisch gesehen das Herzstück für unsere Aktivitäten im Bereich des regionalen Verkehrsmanagements. Im Verbund mit der Lichtsignalanlagen-Zentrale Hessen haben wir vielfältige Möglichkeiten, um auf die verkehrlichen Herausforderungen in der Region zu reagieren.“
Dr.-Ing. Sebastian Oster, Leiter des Dezernats Mobilitätsstrategien bei Hessen Mobil
Um diesen Ereignissen und deren verkehrlichen Folgen entgegenzuwirken, können nun mit der neuen Zentrale verstärkt die Möglichkeiten des dynamischen Verkehrsmanagements genutzt werden. Die Umsetzung öffentlicher Strategien ist dabei ein anerkanntes und wirksames Instrument der Verkehrsbeeinflussung. Dazu gehören die Vermeidung von Kfz-Fahrten, die Verlagerung von bereits angetretenen Kfz-Fahrten an P+R-Standorte auf den ÖPNV sowie die Verringerung des Aufkommens im motorisierten Individualverkehr durch eine zeitliche und räumliche Verlagerung. Mittelfristig werden die virtuellen Tafeln auch in der App trafficpilot angezeigt, sodass die Verkehrsteilnehmer direkt und in Echtzeit über aktuelle Geschehnisse informiert werden können.
Weitere Informationen
GEVAS software GmbH
D-80335 München
www.gevas.eu
