Verkehrssicherheit

Bundesregierung veröffentlicht Fußverkehrsstrategie

Die Bundesregierung hat mit der Verabschiedung der Fußverkehrsstrategie ein klares Zeichen für die Förderung eines fußgängerfreundlichen Straßenverkehrs gesetzt. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) begrüßt diesen Schritt, der die Gleichrangigkeit der Verkehrsbeteiligung betont. Die Strategie gibt den für den Fußverkehr zuständigen Ländern und Kommunen Handlungsempfehlungen an die Hand, um die Bedingungen für den Fußverkehr in Deutschland zu verbessern.

Förderung des Fußverkehrs als gleichwertige Verkehrsart
Die Fußverkehrsstrategie der Bundesregierung erkennt den Fußverkehr als gleichwertige und gleichberechtigte Verkehrsart an. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und zur signifikanten Reduzierung von Unfällen. Im Jahr 2023 kamen 437 Fußgängerinnen und Fußgänger im Straßenverkehr ums Leben, und 28.470 wurden verletzt. Besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen. Dabei zeigen sich zwei immer wieder auftretende Problembereiche: Dies sind zum einen Stellen, an denen es keine Fußgängerampeln, Zebrastreifen oder Verkehrsinseln gibt. Zum anderen geschieht rund ein Drittel aller Fußverkehrsunfälle an Kreuzungen und Einmündungen. Um die Sicht in Kreuzungsbereichen zu verbessern, sollte laut DVR ein Halt- und Parkverbot von je zehn Metern von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten eingeführt werden.

Zielsetzungen
Um die Ziele der Strategie zu erreichen, wurden fünf zentrale Handlungsfelder definiert: gesetzliche Rahmenbedingungen, kommunale Planung, Finanzierung und Förderung, Verwaltungsstrukturen und Bewusstseinsbildung sowie Forschung und Evaluierung. Diese Handlungsfelder sollen die Rahmenbedingungen für den Fußverkehr weiter verbessern. So wird etwa angeregt, spezialisierte Stellen in der kommunalen Verwaltung zu schaffen, die die Ziele des Fußverkehrs verfolgen.

Die wesentlichen Zielsetzungen sind u. a. die Anerkennung des Fußverkehrs als gleichwertige Verkehrsart, die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Reduzierung von Unfällen. Zudem soll die Lebensqualität im urbanen Raum durch attraktivere Fußverkehrsangebote gesteigert werden. Die Förderung des Klima- und Umweltschutzes sowie die Sicherstellung barrierefreier Mobilität sind ebenfalls zentrale Aspekte der Strategie.

Die Strategie steht unter bmdv.bund.de/fussverkehrsstrategie zum Download bereit.

Weitere Informationen
Bundesministerium für Digitales und Verkehr
D-10115 Berlin
www.bmdv.bund.de

Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e. V.
D-10117 Berlin
www.dvr.de