Verkehrssicherheit

Arbeiten im Freien: Mehr Schutz vor Hitze, Insekten und Problempflanzen

Die Sommermonate stellen Beschäftigte im Straßenbetriebsdienst, im Straßenbau sowie in der Grünpflege zunehmend vor besondere Herausforderungen. Neben steigenden Temperaturen und längeren Hitzeperioden gewinnen auch biologische Gefährdungen durch Pflanzen und Insekten an Bedeutung. Darauf weisen die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) sowie die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hin.

Nach Einschätzung der BG BAU wird Hitzeschutz angesichts des Klimawandels zu einer immer wichtigeren Aufgabe des betrieblichen Arbeitsschutzes. Besonders bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten im Freien können hohe Temperaturen zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen führen. Unternehmen sind daher gefordert, geeignete Schutzmaßnahmen frühzeitig in ihre Arbeitsplanung einzubeziehen. Dazu zählen u. a. ausreichende Trinkpausen, die Bereitstellung von Schattenbereichen, angepasste Arbeitszeiten sowie geeignete persönliche Schutzausrüstung.

Neben der Hitze rücken auch biologische Gefährdungen stärker in den Fokus. So können die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden oder allergische Reaktionen auslösen. Der sich ausbreitende Riesenbärenklau wiederum kann bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht schmerzhafte Verbrennungen verursachen. Auch stechende Insekten stellen insbesondere für empfindliche Personen ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar.

BG BAU und SVLFG empfehlen deshalb, mögliche Gefährdungen bereits im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung systematisch zu erfassen und Beschäftigte entsprechend zu sensibilisieren. Vor Beginn von Arbeiten an Grünflächen oder in bewachsenen Bereichen sollten die örtlichen Gegebenheiten sorgfältig geprüft werden. Werden gesundheitsgefährdende Pflanzen oder Tiere festgestellt, sind geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen und ggf. spezialisierte Fachunternehmen einzubinden.

Bild 2: Eichenprozessionsspinner können Haut und Atemwege reizen (Quelle: Jan-Peter Schulz – BG BAU)

Für Straßenmeistereien, Bauhöfe sowie Unternehmen des Straßenbaus und der Landschaftspflege zeigt sich damit einmal mehr: Ein wirksamer Arbeitsschutz endet nicht am Rand der Baustelle, sondern berücksichtigt zunehmend auch die Auswirkungen von Klima- und Umweltveränderungen auf die tägliche Arbeit im Freien.

Weitere Informationen:
BG BAU – Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
D-10719 Berlin
www.bgbau.de