Verkehrssicherheit
Im Auftrag des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr werden regelmäßig Verkehrsdaten an etwa 40.000 Zählstellen im gesamten Bundesgebiet erhoben. Die Straßenbauverwaltungen der Bundesländer führen dabei die Verkehrszählungen auf den Bundesstraßen durch. In den meisten Bundesländern werden auch die Landes- und Kreisstraßen einbezogen. Die Autobahn GmbH des Bundes zählt hingegen auf den Autobahnen. Ungefähr ein Drittel aller Zählstandorte befinden sich dabei im Bundesfernstraßennetz.
Die bundesweite Straßenverkehrszählung (SVZ) wird alle 5 Jahre durchgeführt. Die Ergebnisse der SVZ auf den Bundesautobahnen und Bundesstraßen werden bei der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt) zusammengeführt und ausgewertet. Die SVZ liefert Daten für jeden Zählabschnitt des Bundesfernstraßennetzes und bildet damit eine wesentliche Grundlage für die Verkehrsplanung. Darüber hinaus werden sie bspw. auch von Ämtern, Forschungsinstitutionen, Verbänden oder Bürgerinitiativen für Lärm- und Emissionsberechnungen oder für Mobilitätsstudien genutzt. Für die Verkehrsstatistik werden zusätzlich aus den Einzelergebnissen die Jahresfahrleistungen und die mittleren Verkehrsstärken für Autobahnen und Bundesstraßen (getrennt nach Bundesländern und Fahrzeugarten) ermittelt.
Wurden die Verkehrszahlen in der Vergangenheit genau alle 5 Jahre von Zählerinnen und Zählern mit Strichlisten erfasst, begannen die aktuellen Erhebungen erstmalig früher. Gezählt wird an einigen Stellen bereits seit April 2024, um die Datenverfügbarkeit und damit die Datenqualität zu verbessern. Sollten unvorhergesehene Ereignisse das Verkehrsaufkommen beeinflussen, können diese Zählstellen im zweiten Jahr erneut erfasst werden. Die Erhebungen erfolgen an ausgewählten Wochentagen zwischen 7 und 18 Uhr sowie an zwei Sonntagen zwischen 16 und 19 Uhr. Für eine aussagekräftige Erfassung der Verkehrsmengen wird zusätzlich an zwei Ferienwerktagen zwischen 15 und 18 Uhr gezählt. Im Herbst 2025 sollen die Zählungen abgeschlossen sein.
Im Unterschied zu früheren Zählungen werden bei der diesjährigen SVZ auch vermehrt Videokameras eingesetzt. Die Videobilder, die ausschließlich der Zählung und Klassifizierung der Fahrzeuge dienen, werden dabei erstmalig teilautomatisiert ausgewertet – dies spart Zeit und reduziert den Personaleinsatz. Computerunterstützt erfolgt die Zählung automatisch, und nur die Fälle, in denen die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Zuordnung zur Fahrzeugklasse nicht hoch genug ist, werden diese einem Auswerter zur manuellen Einordnung vorgelegt. Datenschutz ist dabei besonders wichtig: Weitere Daten, wie etwa Kfz-Kennzeichen, werden nicht erfasst und die Videoaufnahmen im Anschluss vernichtet. Somit sind alle geltenden Datenschutzregelungen eingehalten.
Ein wichtiger Baustein bei der SVZ 2025 sind die in den Fahrbahnen fest verbauten Dauerzählstellen im Straßennetz, die fortlaufend Verkehrsdaten liefern. Jedes Fahrzeug, das die Induktivschleifen in der Fahrbahn überfährt, wird automatisch und anonymisiert erfasst. Ebenso wie die Dauerzählstellen liefern die Seitenradargeräte am Fahrbahnrand seit Jahren eine solide Datenbasis. An geeigneten Standorten wird kontinuierlich, d. h. auch außerhalb des SVZ-Jahres, wochenweise der Verkehr gezählt. Die Zählgeräte sind dabei in Leitpfosten oder anderweitig unauffällig verbaut. Ziel ist es, den Verkehr zu erfassen, ohne ihn zu beeinflussen.
Die Ergebnisse der SVZ 2025 sollen im Herbst 2026 vorliegen. Sie werden auf der Webseite der BASt veröffentlicht.
Weitere Informationen
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen
D-51427 Bergisch Gladbach
www.bast.de