Zufahrtssperre

Zufahrtsschutzmaßnahmen für öffentliche Veranstaltungen zur Verhinderung von (terroristischen) Fahrzeugattacken

Nach über zwei Jahren voller Einschränkungen erwacht langsam wieder die Hoffnung, dass das öffentliche Leben wieder wie gewohnt von Statten gehen kann. Dadurch stehen viele Kommunen und Städte erneut vor der Herausforderung, die Bevölkerung vor terroristischen Anschlägen (Überfahrtaten, Fahrzeuge als Waffe) im öffentlichen Raum zu schützen.

Normen im Zufahrtsschutz
Normgerechte, geprüfte und zertifizierte Systeme sind Stand der Technik und damit auch im Zuge des kommunalen Schadensausgleichs gefordert. Als weltweit anerkannte Regel der Technik gilt u. a. das Regelwerk ISO IWA 14, in dem die sorgfältige Planung und der fach- und sachgerechte Einsatz von geprüften und zertifizierten Zufahrtsschutzsystemen geregelt werden.

Zugelassene Systeme werden bei akkreditierten Prüfinstituten einem aufwendigen Crash-Test-Verfahren unterzogen. In den Tests wird die Wirksamkeit gegen das Eindringen von Fahrzeugen geprüft und somit dokumentiert, ob der Schutz an belebten Plätzen und Gebäuden durch das Produkt gewährleistet werden kann. Viele Barrieren, die in den vergangenen Jahren angeschafft und aufgestellt wurden, erfüllen allerdings nicht die Anforderungen, die dem Stand der Technik entsprechen.

Einzeln platzierte Betonblöcke oder Jersey-Elemente bieten, das beweisen zahllose Anfahrversuche, keinen Schutz vor Terrorangriffen mit Fahrzeugen. Ganz im Gegenteil: Sie werden beim Aufprall zu Geschossen, die eine ebenso große Gefahr darstellen, wie das Fahrzeug selbst.

Zufahrtskonzept als Grundlage
Grundlage für eine Produktauswahl bietet ein fachmännisch erstelltes Zufahrtsschutzkonzept.
In diesem werden die gefährdeten Zufahrtspunkte bestimmt und mögliche Angriffsszenarien ermittelt. Dabei ergibt sich aus Fahrzeuggröße und der örtlich möglichen maximalen Geschwindigkeit die zu erwartende Angriffsenergie, die eine Fahrzeugsperre abwehren muss. Zudem entscheiden die Platzverhältnisse vor Ort darüber, ob und wenn ja, wie weit sich die Barriere während des Angriffs verschieben darf. Die Kriterien Fahrzeuggröße (Gewicht oder Tonnage), Geschwindigkeit und Eindringtiefe sind zugleich die wichtigsten Testgrößen, die für normgeprüfte Fahrzeugsicherheitssperren immer anzugeben sind. Damit lässt sich objektiv und zuverlässig bestimmen, welche Fahrzeugsicherheitssperre für den benötigten Einsatz geeignet ist.

Verfasser
André Görg
info@volkmann-sv.de
Volkmann Strassen- und Verkehrstechnik GmbH
D-56410 Montabaur
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