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Zukunftsfähige und nachhaltige Meistereien – Die neue Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)

Future-proof and sustainable road operation centres – new guideline for the construction of road operation centres (RAM)

Prof. Dr. Thorsten Cypra, Saarbrücken

Die Bundesfernstraßen und Landesstraßen in Deutschland werden von über 700 Autobahn- und Straßenmeistereien betreut, um die Verkehrssicherheit und Funktionsfähigkeit des Straßennetzes zu gewährleisten. Aufgrund der Altersstruktur der Meistereigehöfte gibt es heutzutage wie auch zukünftig einen hohen Bedarf an Modernisierungen bei den Bestandsbauten und Neubauten bei Meistereigehöften. Bei diesen Maßnahmen wurde sich an der Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM) aus dem Jahr 2014 orientiert. Die Richtlinie für die Anlage von Meistereien gibt Planungs- und Gestaltungsgrundsätze für den Neubau von Autobahn- und Straßenmeistereien. Diese Planungs- und Gestaltungsgrundsätze ergeben sich im Wesentlichen aus den Anforderungen des Leistungshefts für den Straßenbetrieb, die in Abhängigkeit vom zu betreuenden Streckennetz die Ausstattung mit Personal sowie Fahrzeugen und Geräten beeinflussen. Die Grundsätze in der RAM geben nur das Rahmenwerk für die Planung vor, jede Meisterei ist bezogen auf die örtlichen Rahmenbedingungen (z. B. Platzverhältnisse, Umfeldbedingungen, Dimensionierung) individuell zu entwerfen. In der Richtlinie von 2014 sind jedoch keine konkreten Entscheidungsgrundlagen aus Nachhaltigkeitssicht enthalten. Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Nachhaltige Planung und Gestaltung von Meistereigehöften“ wurde daher die Richtlinie für die Anlage von Meistereien überarbeitet. Die innerhalb dieses Projekts entwickelte Neufassung der Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM) dient als neue Planungsleitlinie für den Neubau, Teilneubau, die Sanierung und den Betrieb von Autobahn- und Straßenmeistereien. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf die nachhaltige Planung und Gestaltung eines Meistereigehöfts gelegt. Dazu wurden innerhalb dieses Projekts Planungsleitlinien für die Gestaltung von Meistereigehöften speziell für eine nachhaltigere Bauweise, Betriebsweise und für den Rückbau für die einzelnen Funktionsbereiche einer Meisterei erarbeitet. Ziel ist es, die Planung, den Bau sowie den Gebäudebetrieb unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsaspekte durchführen zu können und somit die Projekte ganzheitlich zu planen und umzusetzen. Diese überarbeitete Richtlinie beinhaltet neben der baulichen und betrieblichen Ausgestaltung der Meisterei auch Vorgaben für die Fuhrpark- und IT-Infrastruktur sowie zur Notversorgung. Die Richtlinie für die Anlage von Meistereien, Ausgabe 2025, wurde aktuell vom Bundesministerium für Verkehr mit dem Allgemeinen Rundschreiben Straßenbau Nr. 17/2025 eingeführt. 

The federal motorways, highways and state roads in Germany are maintained by over 700 motorway and road operation centres in order to ensure road safety and the functionality of the road network. Due to the age structure of the road operation centres, there is a high demand for modernization of existing buildings and new construction of road operation centres, both now and in the future. These measures have been based on the former “Guideline for the construction of road operation centres (RAM)” (German: Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM)) from 2014. The “Guideline for the construction of road operation centres” provides planning and design principles for the construction of new motorway and road maintenance depots. These planning and design principles are essentially derived from the requirements of the performance specification for road operations, which influence the provision of personnel, vehicles and equipment depending on the route network to be maintained. The principles in the RAM of 2014 only provide the framework for planning; each road operation centre must be designed individually in relation to the local conditions (e. g. space available, environmental conditions, dimensions). However, the former guideline did not contain any specific decision-making principles from a sustainability perspective. The research project “Sustainable planning and design of road operation centres” has revised the “Guideline for the construction of road operation centres (RAM)” of 2014. The revised version of the “Guidelines for the construction of road operation centres” developed as part of this project, serves as a new planning guideline for the construction, partial reconstruction, refurbishment and operation of motorway and road maintenance centres. Particular attention was paid to the sustainable planning and design of a road operation centre complex. As part of this project, planning guidelines were drawn up for the design of road operation centres, specifically with a view to more sustainable construction, operation and deconstruction of the individual functional areas of a road operation centre. The aim is to be able to carry out the planning, construction and oper­ation of the buildings whilst taking sustainability aspects into account, thereby enabling projects to be planned and implemented in a holistic manner. In addition to the structural and operational design of maintenance centres, this revised guideline also sets out requirements for vehicle fleets, IT infrastructure and emergency power supplies. The “Guideline for the construction of road operation centres (RAM)”, 2025 Edition, has been introduced by the Federal Ministry of Transport via General Circular on Road Construction No. 17/2025.

doi.org/10.53184/SVT7-2026-1

Literaturverzeichnis

Die Bundesregierung (2021): Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie: Weiterentwicklung 2021. Berlin

C y p r a, T.; C y p r a, S.; S c h m i d t, A.; W i e k e r, H.; A d o r f f, C.; S t a u b, J.; L u z a i c, M. (2024): Nachhaltige Planung und Gestaltung von Meistereigehöften, Schlussbericht zum Forschungsprojekt FE 03.0609/2021/LRB im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (noch nicht veröffentlicht)

FGSV – Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen; Richtlinie für die Anlage von Meistereien, RAM; FGSV Verlag. Köln, 2014

Hauff, V. (1987): Unsere gemeinsame Zukunft: der Brundtland-Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Eggenkamp, Greven 
Vereinte Nationen; UNRIC – Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen (Hrsg.) (2015): Ziele für nachhaltige Entwicklung. Online verfügbar unter unric.org/de/17ziele/, zuletzt geprüft am 04.11.2022

Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V.: Hinweise für die Lagerung und Beladung von Streustoffen für den Winterdienst (H LaStreu), Ausgabe 2020, FGSV Verlag, Köln.

Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V.: Hinweise für die Beschaffung und den Betrieb von Soleanlagen für den Winterdienst (H SolA), Ausgabe 2020, FGSV Verlag, Köln

Von der Theorie zur Praxis: Erste Erfahrungen mit dem Entwurf der neuen RAM am Beispiel des Neubaus der SM Erndtebrück

From theory to practice: Initial experiences with the design of the new RAM, using the new SM Erndtebrück building as an example

Dipl.-Ing. Architekt H.-G. Ockenfels, Münster

Der Entwurf der neuen Richtlinie für die Anlage von Meistereien, kurz RAM (Stand 15.12.2024)1, sieht sich nicht nur als „Baukonzeption für Autobahn- und Straßenmeistereien“ wie die RAM von 20142, sondern hat einen ganzheitlicheren Ansatz. Sie betrachtet den gesamten Gebäudezyklus, beginnend mit der Planung, dem Bau, dem Betrieb und ggf. auch dem Rückbau bzw. einer möglichen Nachnutzung. Eine begleitende Nachhaltigkeitszertifizierung ist daher sinnvoll, um diesen Ansatz qualitativ sicherzustellen. Darüber hinaus wird angestrebt, den Betrieb einer Meisterei resilient zu machen gegenüber den rasanten Veränderungen unserer Zeit, wie dem Klimawandel mit extremeren Wetterereignissen, den technischen Entwicklungen, hier besonders der Energieversorgung von Gebäuden und Fahrzeugen, und der Sicherheit, allem voran der IT-Sicherheit. Es gilt, die Anforderungen an eine kritische Infrastruktur zu erfüllen, zu der die Straßenmeistereien, als Teil des Straßennetzes, gehören. Begrüßt wird, dass neben funktionalen und konstruktiven auch weiterhin gestalterische Anforderungen zu beachten sind und den Besonderheiten des Standorts eine hohe Bedeutung beigemessen wird. Der Planungsprozess für den Neubau der Straßenmeisterei Erndtebrück, ab ca. August 2023, überschneidet sich mit dem Entwurfsprozess der neuen RAM. Die Beteiligten, darunter die Architekten, die Fachplanenden, die Bauherrenvertreter und die Nutzer, haben sich mit den Anpassungen und Konkretisierungen von Version zu Version auseinandergesetzt und Änderungen, soweit möglich, in die Planung integriert. Von Beginn an bis weit in die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) wurde der Nutzer an den turnusmäßigen Planungsbesprechungen beteiligt. Neben der Meistereileitung wurden auch Mitarbeitende aus dem Betriebsdienst, der Verwaltung oder der Werkstatt beteiligt. Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem Planungsprozess werden im Beitrag beschrieben und orientieren sich weitgehend an der Gliederung des Entwurfs der RAM. Selbstverständlich können nicht alle Planungs- und Gestaltungsgrundsätze der RAM angesprochen werden. Die Zusammenstellung beschränkt sich auf Aspekte, die während der Planung ausführlich diskutiert wurden, die die RAM bestätigen oder ggf. davon abweichen.

The draft of the new guidelines for the establishment of road maintenance depots, known as of 15th December 2024 as RAM1, is not merely intended as a ‘construction concept for motorway and road maintenance depots’ – as was the case with the 2014 RAM2  – but takes a more holistic approach. It considers the entire building lifecycle, starting with planning, construction and operation and, where applicable, also demolition or potential reuse. Accompanying sustainability certification is therefore advisable to ensure the quality of this approach. Furthermore, the aim is to make road maintenance depots resilient to the rapid changes of our time, such as climate change with its more extreme weather events, technological developments – particularly in the energy supply for buildings and vehicles – and security, above all IT security. As part of the road network, road maintenance depots form part of critical infrastructure, and it is essential that they meet the corresponding requirements. It is welcomed that design considerations, in addition to functional and structural requirements, continue to be taken into account and that great importance is attached to the specific characteristics of the site. The planning process for the new construction of the Erndtebrück road maintenance depot, that started around August 2023, overlaps with the design process of the new RAM. Throughout this process, all involved parties – including architects, specialist planners, client representatives, and end users – have continuously reviewed successive versions of the draft and incorporated adjustments into the planning wherever feasible. From the outset and well into Phase 3 (design planning), users were involved in the regular planning meetings. In addition to the site management team, staff from operations, administration and the workshop were also involved. The experiences and findings from this planning process are described in this paper and largely follow the structure of the draft RAM. Naturally, it is not possible to address all of the RAM’s planning and design principles. The summary is limited to aspects that were discussed in detail during the planning process, and which either confirm the RAM or, where applicable, deviate from it.

doi.org/10.53184/SVT7-2026-2

Literaturverzeichnis

Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, u. a. (2014): Baukonzeption für Autobahn- und Straßenmeistereien, Richtlinie für die Anlage von Meistereien (RAM), Ausgabe 2014

Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Richtlinie für die Anlage von Meistereien RAM 2023 – Entwurf der Richtlinie, 9.2.2024

Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Richtlinie für die Anlage von Meistereien RAM 2025 – Entwurf, 15.12.2024

Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Richtlinie für die Anlage von Meistereien RAM 2025 – 30.6.2025

Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V.: Hinweise für die Lagerung und Beladung von Streustoffen für den Winterdienst (H LaStreu), Ausgabe 2020, FGSV Verlag, Köln

 

Die Verwendung von gebietseigenem Saat- und Pflanzgut im Naturschutzrecht

The use of native seeds and plants in nature conservation law

Philipp Blanke, Bonn

Der Beitrag beleuchtet die naturschutzrechtlichen Vorgaben zur Verwendung von Saat- und Pflanzgut nach 
§ 40 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Ausgehend vom völker- und europarechtlichen Hintergrund wird die Bedeutung der innerartlichen genetischen Vielfalt für den Biodiversitätsschutz herausgearbeitet. Der Fokus liegt auf dem Genehmigungsvorbehalt für das Ausbringen von Gehölzen und deren Saatgut außerhalb ihrer Vorkommensgebiete sowie auf den gesetzlichen Voraussetzungen der Genehmigung. Dabei wird auf vollzugsrelevante Herausforderungen eingegangen, insbesondere im Hinblick auf die Verfügbarkeit gebietseigener Herkünfte.

This article examines the nature conservation regulations governing the use of seeds and plants under Section 40 of the Federal Nature Conservation Act (BNatSchG). Drawing on the context of international and European law, it highlights the importance of intraspecific genetic diversity for the protection of biodiversity. The focus is on the requirement for authorization for the release of plants and their seeds outside their natural ranges, as well as on the legal conditions for such authorization. The article addresses challenges relevant to enforcement, particularly with regard to the availability of sources native to the area.

doi.org/10.53184/SVT7-2026-3

Literaturverzeichnis

BMU (2012): Leitfaden zur Verwendung gebietseigener Gehölze. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

BMUV (2023): Fachmodul „Gebietseigene Gehölze“ als Grundlage für einen entsprechenden „Scope“ zur Akkreditierung von Zertifizierungsstellen für Gehölze bzw. Gehölzsaatgut gebietseigener Herkunft bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS). Erstmals veröffentlicht 2019, zuletzt aktualisiert 2023. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz

D u r k a, W.; M i c h a l s k i, S.; H ö f n e r, J.; RegioDiv-Konsortium (2024): RegioDiv – Genetische Vielfalt krautiger Pflanzenarten in Deutschland und Empfehlungen für die Regiosaatgut-Praxis. BfN-Schriften 687

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F r e n z, W.; H e l l e n b r o i c h, T.; S e i t z, B. (2009): Anpflanzung von Gehölzen gebietseigener Herkünfte in der freien Landschaft – rechtliche und fachliche Aspekte der Vergabepraxis. BfN-Skripten 262

L a u, M. (2021), in: F r e n z, W. & M ü g g e n b o r g, H.-J. (Hrsg.): BNatSchG – Bundesnaturschutzgesetz Kommentar. 3. Aufl. Erich Schmidt Verlag. Berlin. § 67 Rn. 2

MLR BW (2014): Hinweise zum Vollzug des § 40 
Abs. 4 Bundesnaturschutzgesetz zur Verwendung gebietseigener Gehölze sowie gebietseigenen Saat- und Pflanzguts. Az.: 62-8872.00. Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
 

MLUK (2024): Erlass des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz zum Vollzug von 
§ 40 des Bundesnaturschutzgesetzes – Gebietseigene Gehölze (Gehölzerlass Brandenburg) vom 15. Juli 2024, Amtsblatt Nr. 31 vom 7. August 2024, S. 667
 

N e h r i n g, S.; R a b i t s c h, W.; H e g e r, T.; J e s c h ke, J.; S a u l, W.-C. (2025): Methodik der naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung für gebietsfremde Arten (NIB) – Version 2.0. BfN-Schriften 723
 

O r t n e r, D. (2005): Zur naturschutzrechtlichen Verpflichtung der Verwendung autochthonen Saat- und Pflanzguts bei der Straßenbegleitbegrünung. Natur und Recht 2005. S. 91–99
 

S c h u m a c h e r, A.; W e r k, K. (2010): Die Ausbringung gebietsfremder Pflanzen nach § 40 Abs. 4 BNatSchG. Natur und Recht 2010. S. 848–853
 

S k o w r o n e k, S.; E b e r t s, C.; B l a n k e, P.; M e t z i n g, D. (2023): Leitfaden zur Verwendung von gebietseigenem Saat- und Pflanzgut krautiger Arten in der freien Natur Deutschlands. Hinweise zur Umsetzung des § 40 Abs. 1 BNatSchG. BfN-Schriften 647

Verfügbarkeit gebietseigener Gehölze im Spannungsfeld von Verwaltungsvollzug und Marktmechanismen bei der Umsetzung des § 40 BNatSchG

The availability of locally sourced timber caught between administrative enforcement and market mechanisms in the implementation of Section 40 of the Federal Nature Conservation Act (BNatSchG)

Dr.-Ing. Carsten Ludowig, Hannover
 
Seit März 2020 ist § 40 BNatSchG zur Verwendung gebietseigener Saaten und Gehölze verpflichtend umzusetzen. Die Umsetzung verläuft jedoch nicht flächendeckend reibungslos. Verschiedene Akteure müssen – wie Zahnräder eines Getriebes – zusammenarbeiten. Prognosen zur Marktlage sind sehr differenziert und liegen teilweise sehr weit auseinander. Während einerseits ein drohendes Marktversagen prognostiziert wird und knappe Ressourcen beklagt werden, sehen Produzenten hinreichende Kapazitäten gebietseigener Ware. Zur Überprüfung der tatsächlichen Verfügbarkeit gebietseigener Gehölze führte die Autobahn GmbH Umfragen bei den Länderverwaltungen und Gehölzproduzenten, und über das Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Referat StB 13 bei den Verkehrsträgern durch. Die Auswertungen wurden im Dezember 2025 abgeschlossen und in einem Abschlussbericht veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass Länderverwaltungen – besonders im Vorkommensgebiet 1 – ihrer Pflicht zur Ausweisung von Erntebeständen noch nicht oder gerade erst nachgekommen sind. Weitere Probleme ergeben sich für die Produzenten z. T. aus der weiträumigen Verteilung der häufig sehr kleinen Erntebestände, fehlenden Genehmigungen für die Beerntung sowie der rückläufigen Zahl der Jungpflanzen produzierenden Unternehmen. Eine zusätzliche Belastung des Marktes ist die Folge. Öffentliche Ausschreibungen können im Hinblick auf die Vergabereife Probleme verursachen, weil der Auftraggeber nicht sicherstellen kann, dass die Gehölzverfügbarkeit zum Zeitpunkt des Bedarfs gewährleistet ist. Damit kann er keine rechtssichere Vergabe durchführen.  Angesichts des Klimawandels – mit prognostizierten tiefgreifenden Änderungen der Vegetation – könnte eine Weiterentwicklung oder Ergänzung des § 40 BNatSchG notwendig und sinnvoll sein. Zwar ermöglicht das Gesetz bei der Verwendung gebietseigener Gehölze auch Ausnahmen, solange die Gefahr einer Florenverfälschung nicht gegeben ist. Diese Risikobewertung obliegt jedoch den jeweiligen Länderverwaltungen, die dieses Potenzial der Ausnahme in vielen Fällen nicht ausschöpfen.

Since March 2020, Section 40 of the Federal Nature Conservation Act (BNatSchG) has been mandatory for the use of locally sourced seeds and woody plants. However, implementation has not been entirely smooth across the board. Various stakeholders must work together – like the cogs in a gear mechanism. Forecasts regarding the market situation vary widely and, in some cases, differ significantly. Whilst, on the one hand, an impending market failure is predicted and scarce resources are lamented, producers see sufficient capacity for locally sourced goods. To verify the actual availability of locally sourced timber, Autobahn GmbH conducted surveys among state administrations and timber producers, and, via the Federal Ministry of Digital and Transport, Department StB 13, among transport operators. The evaluations are not yet complete. Initial results show that state administrations – particularly in supply area 1 – have not yet fulfilled, or have only just fulfilled, their obligation to designate harvest stands. Further problems for producers arise in part from the widespread distribution of the often very small harvest stands, a lack of harvesting permits, and the declining number of companies producing young plants. This results in an additional burden on the market. Public tenders can cause problems with regard to readiness for award because the contracting authority cannot ensure that the availability of trees and shrubs is guaranteed at the time of need. Consequently, it cannot carry out a legally compliant award.  In view of climate change – with predicted far-reaching changes to vegetation – a further development or amendment of Section 40 of the Federal Nature Conservation Act (BNatSchG) could be necessary and sensible. Admittedly, the Act does allow for exceptions when using locally sourced timber, provided there is no risk of flora distortion. However, this risk assessment is the responsibility of the respective state administrations, which in many cases do not make full use of this potential for exceptions. 

doi.org/10.53184/SVT7-2026-4

Literaturverzeichnis

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DIN (2010): DIN 67523-1:2010-06, Beleuchtung von Fußgängerüberwegen (Zeichen 293 StVO) mit Zusatzbeleuchtung – Teil 1: Allgemeine Gütemerkmale und Richtwerte

DIN (2010): DIN 67523-2:2010:06, Beleuchtung von Fußgängerüberwegen (Zeichen 293 StVO) mit Zusatzbeleuchtung – Teil 2: Berechnung und Messung

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Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e. V. (2013): Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Markierungen auf Straßen, Ausgabe 2013 (ZTV M 13). FGSV Verlag, Köln

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (2013): Unfallforschung kompakt – Untersuchungen zur Sicherheit von Zebrastreifen. Nr. 41, S. 11

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Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Energie und Verkehr Nordrhein-Westfalen (2002): Empfehlungen zum Einsatz und zur Gestaltung von Fußgängerüberwegen. S. 7

Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Freistaat Sachsen (2021): Handlungsanweisung zur Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (FGÜ) im Freistaat Sachsen. S. 8

StVO, Straßenverkehrs-Ordnung vom 6. März 2013 (BGBl. I S. 367), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom 30. Januar 2026 (BGBl. 2026 I Nr. 32) geändert worden ist. §§ 25, 26

VwV-StVO, Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung vom 26. Januar 2001 in der Fassung vom 3. April 2025 (BAnz AT 9.4.2025 B2) und in der Fassung vom 27. Februar 2025 (BAnz AT 10.3.2025 B6). Zu § 25 Fußgänger; Zu § 26 Fußgängerüberwege.