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Entwicklung eines Katalogs von Qualitätskriterien zur Bewertung von Verkehrssicherheitsmaßnahmen an Schulen
Development of a catalogue of quality criteria for the evaluation of road safety measures at schools
Walter Funk, Tamara Herl, Clemens Kraetsch und Barbara Rögele
Im Projekt „Überblick über Maßnahmen und strukturelle Bedingungen der aktuell in den Ländern durchgeführten Präventionsmaßnahmen zur Verkehrssicherheit in Bildungseinrichtungen“, das von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gefördert wurde, wurde mittels Literaturanalysen, Experteninterviews und der Sichtung bereits vorliegender Ansätze ein Katalog von 20 Qualitätskriterien zur Bewertung von Mobilitäts- und Verkehrserziehungsmaßnahmen entwickelt. Die Qualitätskriterien sollen Lehrkräfte bei der Auswahl qualitätsgesicherter Präventionsmaßnahmen und -materialien zur Verkehrssicherheit unterstützen. Neu zu konzipierende oder zu entwickelnde Verkehrserziehungsmaßnahmen können sich an den Anforderungen der entwickelten Qualitätskriterien orientieren.
In the project „Overview of measures and structural conditions of the prevention measures for road safety in educational institutions currently implemented in the German states“, which was funded by the German Social Accident Insurance (DGUV), a catalogue of 20 quality criteria for the evaluation of mobility and road safety education measures in schools, was developed by means of literature analyses, expert interviews and the review of already existing approaches. The quality criteria are intended to support teachers in selecting quality-assured prevention measures and materials for road safety. New traffic education measures that are to be designed or developed can be based on the requirements of the developed quality criteria.
doi.org/10.53184/ZVS3-2023-1
Vorhersage der Fahrleistung im Realverkehr bei gesunden älteren Personen mit einem digitalen kognitiven Test-Set
Predicting on-road driving performance in healthy older people with a digital test set
Clara Dominke, David Brieber, Marco Vetter, Margit Herle, Maximilian Oscar Eder, Hartmut Otto Häcker,
Thomas Schenk und Thomas Jahn
Mobilität ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität älterer Personen. Dennoch sind kognitive Fähigkeiten im Alter oft beeinträchtigt, was sich auch in einer Einschränkung der Fahreignung widerspiegeln kann. Das digitale Test-Set DRIVEPLS ist ein etabliertes und an verschiedenen Populationen validiertes Instrument zur Beurteilung von fahreignungsrelevanten Leistungsfunktionen. Über seine prädiktive Validität und Anwendbarkeit bei Senioren liegen jedoch nur wenige Studien vor. Ziel war daher diese Lücke zu schließen. Gesunde ältere Erwachsene (≥ 65 Jahre; N = 98) absolvierten eine Testung mit DRIVEPLS sowie eine standardisierte Fahrprobe im Realverkehr. Es zeigte sich, dass ein breites Spektrum an kognitiven Funktionen wie logisch-schlussfolgerndes Denken, Überblicksgewinnung, reaktive Belastbarkeit und geteilte Aufmerksamkeit und Konzentration signifikant mit der Fahrleistung korreliert. DRIVEPLS zeigte insgesamt eine zufriedenstellende prädiktive Validität und erklärte bis zu 24 % der Varianz in der Fahrleistung im Realverkehr. Dies weist darauf hin, dass auch bei der Altersgruppe 65+ DRIVEPLS und dessen Einzeltests für die Erfassung von fahreignungsrelevanten Leistungsfunktionen eingesetzt werden können.
Mobility is an important factor for the quality of life of older persons. Nevertheless, relevant cognitive functions required for fitness to drive are often impaired in old age. The digital test -set DRIVEPLS is an established instrument for assessing driving related cognitive abilities that has been validated in different populations. However, few studies are available on its predictive validity and applicability in the elderly population. Therefore, the aim of this study was to fill this gap. Healthy older adults (≥ 65 years; N = 98) completed testing with DRIVEPLS and a standardized on-road driving test. A wide range of cognitive functions, including logical reasoning, obtaining an overview, reactive stress tolerance, and divided attention, and concentration, were found to correlate significantly with driving performance. DRIVEPLS showed satisfactory overall predictive validity, explaining up to 24 % of the variance in on-road driving performance. This indicates that even in this specific age group of 65+ years, DRIVEPLS and its individual tests can be used to assess driving related cognitive abilities.
doi.org/10.53184/ZVS3-2023-2
Sehschärfe
Klaus Rohrschneider
Die Sehschärfe stellt den wichtigsten Parameter des Sehvermögens dar, der besonders bei der Frage der Fahrtauglichkeit im Vordergrund steht. Bei der Prüfung der Sehschärfe im Rahmen der Fahrerlaubnisverordnung ist vor allem die Berücksichtigung der Bedingungen der DIN 58220 wesentlich. Neben der Benutzung von Landoltringen sind das korrekte Abbruchkriterium und die Darbietung in 8 verschiedenen Richtungen zu beachten. Darüber hinaus ist eine Beschränkung
der Darbietungszeit auf 1 s wesentlich, da ansonsten bei einem Nystagmus eine fälschlich hohe Sehschärfe resultieren kann. Zusätzlich spielen Refraktionsfehler oder eine Anisometropie bei den höheren Anforderungen (Klasse C und D) eine Rolle, da die Vergrößerung bei einer stärkeren Brille hier zu Ringskotomen oder Bildgrößenunterschieden führen kann. Es wird auch auf die unterschiedlichen Anforderungen nach FeV sowie Grenzfälle vor allem bei Altinhabern eingegangen.
doi.org/10.53184/ZVS3-2023-3