Verkehrssicherheit
Welche Bedeutung temporäre Lichtsignaltechnik für die sichere Verkehrsführung in Deutschland hat, lässt sich heute vor allem im innerstädtischen Bereich feststellen: Überall da, wo aufgrund von Baumaßnahmen Änderungen an Verkehrsführungen notwendig sind, kommen immer häufiger moderne temporäre Lichtsignalanlagen (LSA) zum Einsatz.
Die ersten verkehrsabhängigen temporären Steuerungen gab es in den 1980er-Jahren. Der Fokus liegt seitdem auf der Verbesserung des Verkehrsflusses. So wurde bspw. die Großkreuzung Deutzer Brückenkopf in Köln mit rund 73 Signalgebern und unter Berücksichtigung von 624 Straßenbahnen am Tag durch die B.A.S. Verkehrstechnik AG im Jahr 1980 signalisiert. Ab 1994 folgten erste Eigenentwicklungen des Hemminger Verkehrstechnikunternehmens im Bereich der dezentralen Steuerungen. Mit deren Hilfe konnten Detektoren flexibler eingebunden und Informationen schneller verarbeitet werden. Außerdem musste weniger verkabelt werden, was sich wiederum positiv auf die Standsicherheit der Masten auswirkte. Hochkomplexe Steuerungen ließen sich mit der zweiten Generation der Steuergeräte abdecken. Ab diesem Zeitpunkt konnten sowohl temporäre als auch stationäre Systeme mit Anbindung an den Verkehrsrechner realisiert werden. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurde die Technik weiterentwickelt und getestet, sodass schließlich eine an das Unternehmen und seine Fragestellungen angepasste Serientechnik produziert werden konnte. Heute ist es selbstverständlich, ÖPNV-Beschleunigungen sowie die hohen Sicherheitsanforderungen der SIL-3- und C-ITS-Technologie umzusetzen. Mittlerweile können alle temporären LSA mit Blindenakustik nach DIN 18382 ausgestattet werden, sofern dies gefordert ist.
Steigende Bedeutung von barrierefreien temporären Lichtsignalanlagen
Um sich im Verkehrsraum orientieren und sicher bewegen zu können, bedarf es für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung besonderer Einrichtungen und infrastruktureller Hilfsmittel. In den Richtlinien für die verkehrsrechtliche Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen – kurz RSA – sind im Kapitel 3.2 Regelungen getroffen worden. Diese sollen eine Orientierung im Baustellenbereich erleichtern und von den Straßenverkehrsbehörden entsprechend angeordnet werden.
Immer häufiger wird in der Praxis gefordert, dass die akustischen Signale, insbesondere das Freigabesignal, vor allem in den Nachtstunden nur bei Anforderung am Taster eingeschaltet werden. Damit soll verhindert werden, dass die umliegende Anwohnerschaft gestört wird bzw. noch größere Einschränkungen in Kauf nehmen muss. Um sicherzustellen, dass Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen auch in Zukunft sicher am Verkehr teilnehmen können und gleichzeitig auch andere Bedürfnisse erfüllt werden, sind weitere technische Innovationen erforderlich.
Weitere Informationen
B.A.S. Verkehrstechnik AG
D-30966 Hemmingen
www.bas.de