Verkehrsmanagement
Das im Jahr 2023 gestartete Projekt STADT:up hat sich das Ziel gesetzt, den Weg in eine zukunftsfähige, automatisierte Mobilität in urbanen Räumen zu ebnen. Insgesamt arbeiten 22 Partner aus der Automobilindustrie, Zulieferer, Technologieanbieter und Forschungseinrichtungen gemeinsam an Konzepten und Pilotanwendungen für durchgängig automatisiertes Fahren.
Technologien für urbanes Fahren
Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Technologien, darunter Kamerasysteme, LiDAR und Radar, sowie fortschrittliche Algorithmen eingesetzt, um komplexe urbane Szenarien zu erfassen und zu interpretieren. Künstliche Intelligenz spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Autonomes Fahren soll in die Innenstadt gebracht werden. Modernste KI-Methoden werden eingesetzt, um die Systeme intelligenter zu machen.
Forschung an der Hochschule München
Der Forschungsbeitrag der Hochschule München fokussiert sich auf die präzise Erkennung und Verhaltensvorhersage von schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern und Radfahrern. Das Ziel sei, dass moderne Fahrzeuge innerstädtische Situationen genauso gut wie der Mensch interpretieren können.
Aktuell sei ein Testfahrzeug mit sieben LiDAR-Sensoren und acht Kameras im Einsatz, welches ein umfassendes Verständnis der Umgebung ermögliche und eine genaue Verhaltensanalyse der Verkehrsteilnehmer unterstütze.
Interaktion und Kommunikation in der automatisierten Mobilität
Ein weiterer Fokus des Projekts liegt auf der Modellierung der Kommunikation, Interaktion und Kooperation zwischen Fahrern, automatisierten Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmenden. Zu modellieren, wie sich Verkehrsteilnehmer beeinflussen, helfe, zukünftige Situationen besser vorherzusagen. Zusätzlich untersucht das Projekt, wie der Komfort und die Sicherheit der Fahrzeuge durch intelligente, menschzentrierte Bedienkonzepte verbessert werden kann.
Bild 2: Die Systeme lernen nicht nur durch die gewonnenen Daten aus dem Straßenverkehr, sondern auch durch Simulationen
Zukunftsvisionen für die Mobilität
STADT:up verfolgt das Ziel, zukunftsweisende Konzepte für eine intermodale Mobilität zu schaffen, die alle relevanten Akteure – Städte, Verkehrsteilnehmer, Forschungseinrichtungen und die Automobilbranche – einbezieht. Längerfristig sei zu erwarten, dass durch die Einführung von autonomen Fahrzeugen in den Innenstädten nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern durch Carsharing und andere Angebote auch die Umweltbelastung deutlich reduziert werden kann. Ein zentrales Thema ist die Entwicklung eines harmonischen Mischverkehrs, der die Koexistenz von Fußgängern, Radfahrern, individuell sowie gemeinschaftlich genutzten Fahrzeugen und dem öffentlichen Nahverkehr fördert. Autonomes Fahren sei dazu geeignet, die Lebensqualität in den Städten zu steigern.
Bild 3: Laserscanner und Kameras sammeln Daten aus dem Verkehrsgeschehen und der Umgebung
Das Projektvolumen von STADT:up beträgt insgesamt 62,8 Mio. € und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Es läuft von Januar 2023 bis Ende 2025.
Weitere Informationen
Hochschule für angewandte Wissenschaften München
D-80335 München
www.hm.edu

